Rote Karte für verbotenen roten Farbstoff: Behörden ziehen Fanschminke aus dem Verkehr

Verbraucherminister Alexander Bonde: „Der Handel muss sicherstellen, dass Fanartikel einwandfrei sind“

„Fußballfans erwarten zu Recht, dass Fanartikel sicher sind und die Schminke in Nationalfarben unbedenklich verwendet werden kann. Leider mussten unsere Überwachungsbehörden jetzt mehrfach Fanschminkstifte aus dem Verkehr ziehen, die zur aktuellen Weltmeisterschaft angeboten wurden.

fanschminke

Die Kosmetiklabore des Landes hatten darin einen roten Farbstoff nachgewiesen, der bereits seit 1993 verboten ist und im Verdacht steht, krebserregend zu sein – solche Stoffe haben in Kosmetika nichts zu suchen. Der Handel muss auch bei solcher Aktionsware seinen Sorgfaltspflichten nachkommen und wirksame Eigenkontrollen durchführen. Die amtliche Überwachung hat diesen Bereich weiter im Blick und setzt die Untersuchungen gezielt fort“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Mittwoch (25. Juni) in Stuttgart.

Hinweis der Redaktion
Wir empfehlen aufgrund der hohen Beanstandungsquote vor allem bei Kindern grundsätzlich im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes auf die Verwendung von Fanschminke zu verzichten. Übrigens, auch viele Tattoos für Kinder sind nicht zu empfehlen – InfoLink >

Hintergrundinformationen:

Die Untersuchungsämter in Freiburg und Karlsruhe haben insgesamt 14 Proben von Fanschminkstiften in den Farben schwarz-rot-gold auf verbotene oder nicht deklarierte Farbstoffe und Pigmente untersucht. Alle 14 untersuchten Proben wurden beanstandet und dürfen wegen verschiedener Verstöße gegen die europäische Kosmetikverordnung nicht verkauft werden. Neben diversen Kennzeichnungsmängeln oder dem Fehlen der vorgeschriebenen Notifizierung im europäischen Kosmetikportal war besonders der Nachweis des Farbstoffs Lackrot (Pigment Red 53, Colour-Index-Nummer CI 15585) in 9 der 14 Proben auffällig. Dieser Farbstoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein und wurde wegen dieser gesundheitlichen Bedenken bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten auf die EU-Verbotsliste für riskante Stoffe in Kosmetika gesetzt. Die Produkte stammten laut Packungsangaben überwiegend aus China.

Zusatzinformationen:

Ausführliche Informationen sind auf der Internetseite der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter |  LINK >

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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2 Antworten

  1. D. Karsties sagt:

    Wie kann man eine Studie veröffentlichen nach wochenlangen Gebrauch der Öffentlichkeit ? Deklarieren Sie doch bitte die Studie oder Ergebnisse der Verschiedenen Hersteller öffentlich. Was bringt mir das wenn ich das weiß wenn ich nicht weis ob ich so ein Produkt schon bei mir zu Hause habe und meine Tochter schon damit rumgelaufen ist. Wo ist die Transparenz, zum Schutz der Öffentlichkeit. Wo ist der Schutz des Verbrauchers.

    • Guten Morgen… Ich verstehe Ihren Ärger. Aber leider können wir nicht mehr Informationen liefern, solange die Behörden selbst die Ergenisse, bzw. die Namen nicht nennen. Nein, es war keine Studie, sondern amtlicher Untersuchungen. Die Produkte stammten überwiegend aus Filialketten, da 14 von 14 beanstandet wurden, rate ich gänzlich auf derlei „Kosmetik“ zu verzichten. Ich vermute mal, dass die Tage auch Namen genannt werden. Halte Euch da auf dem Laufenden…

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