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31.5.2014   |   Ernährung - Verbraucher

Belastung von Lebensmitteln mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA)


Bei einem Honig, der 60 Mikrogramm pro Kilogramm enthält, wäre diese Menge mit 7 Gramm Honig erreicht. Kinder, die bedeutend empfindlicher sind, sollten Honig, der so hoch belastet ist, besser nicht verzehren.

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein fordert umfassende Klärung der Belastung von Lebensmitteln mit Pyrrolizidinalkaloiden

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein fordert die Festlegung eines gesetzlichen Grenzwertes für den Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in Lebensmitteln. Außerdem sind umfassende Kontrollen seitens der amtlichen Lebensmittelüberwachung notwendig, um ein besseres Bild über die tatsächliche Belastungssituation bei regionalem Honig aus Schleswig-Holstein zu erhalten.

honig

Die gesundheitsschädlichen Stoffe aus Pflanzenarten wie dem Jakobskreuzkraut sind nicht nur im Honig, sondern auch in Kräutertees ein Problem. Verbraucher nehmen diese Stoffe also aus verschiedenen Quellen auf. Die PA gelten als leberschädigend und stehen im Verdacht, krebsauslösende Wirkung zu haben.

Neben dem Jakobskreuzkraut enthalten ca. 6000 Pflanzenarten diese giftige Stoffgruppe. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in verschiedenen Veröffentlichungen zu dem Problem Stellung genommen. Das BfR räumt ein, dass die Erkenntnisse zur Toxikologie und zur Verbreitung von Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln noch sehr lückenhaft sind. Viele dieser Stoffe können zudem noch nicht verlässlich in Lebensmitteln nachgewiesen werden.

Einig sind sich die Experten darin, dass die Aufnahme an Pyrrolizidinalkaloiden so gering wie möglich sein sollte. Ein 60 kg schwerer Erwachsener sollte nicht mehr als 0,42 Mikrogramm pro Tag aufnehmen. Bei einem Honig, der 60 Mikrogramm pro Kilogramm enthält, wäre diese Menge mit 7 Gramm Honig erreicht. Kinder, die bedeutend empfindlicher sind, sollten Honig, der so hoch belastet ist, besser nicht verzehren.

Aber auch die Aufnahme der Giftstoffe über Kräutertees darf bei der Gesamtbelastung nicht vergessen werden. Da bisher zu wenig Untersuchungsdaten aus Norddeutschland vorliegen, ist eine abschließende Empfehlung schwierig.

Jakobskreuzkraut und weitere Pflanzen, die die giftige Stoffgruppe enthalten, sind mechanisch zu bekämpfen. Außerdem sollten sie vor der Blüte gemäht werden. Die Pflanzen sind vor allem auf brachliegenden Flächen anzutreffen, so beispielsweise auch an Straßenrändern, Bahn- und Autobahnböschungen und stillgelegten Kiesgruben.

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.
Internet: www.vzsh.de


pdf

BfR: Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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