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27.5.2014   |   Ernährung

Der süße (Erdbeer-)Schein: Von der Beere, die eigentlich keine ist

(aid) – Reife Erdbeeren sind ein wahrer Genuss und darüber hinaus noch sehr gesund. Pro 100 Gramm enthalten sie mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Botanisch sind Erdbeeren übrigens gar keine echten Beeren. Es sind Sammelfrüchte, bei denen die kleinen gelb-braunen Samen – die sogenannten Nüsschen – gut sichtbar auf der Außenhaut der Frucht liegen. Die essbaren Früchte sind die fleischig ausgewachsenen Blütenachsen beziehungsweise das weiße Mark des Blütenbodens, das sich mit der Reife bei den meisten Sorten vom Rand her durch pflanzliche Farbstoffe rot färbt.

erdbeeren

Der herrliche Duft der reifen Früchte gab der Erdbeere auch ihren Namen: Der lateinische Gattungsname Fragaria bedeutet übersetzt „duften“, Fragaria vesca, der botanische Name der Walderdbeere, so viel wie „Essbarer Duft“. Die duftenden Früchte sind beim Verbraucher sehr beliebt: Laut Mitteilung des Deutschen Bauernverbandes verzehrte 2013 jeder Bundesbürger im Durchschnitt rund 3,5 Kilogramm.

Um welche Sorte es sich genau bei den im Supermarkt oder auf dem Markt angebotenen Gartenerdbeeren handelt, erfahren die Kunden nicht. Sortenbezeichnungen sind in Deutschland weder vorgeschrieben noch üblich. „Die“ Frischmarktsorte Europas ist jedoch die mittelfrühe Sorte Elsanta, die auch von deutschen Produzenten überwiegend angebaut wird. Sie zeichnet sich zwar nicht durch das allerbeste Aroma aus, wird jedoch vielen Anforderungen der Produzenten und des Handels gerecht, unter anderem hinsichtlich Ertrag, Fruchtgröße und Transportfähigkeit. Der Geschmack ist insgesamt befriedigend und wird im mittleren bis guten Bereich angesiedelt.

Verbraucher sollten beim Einkauf unbedingt darauf achten, nur Schalen mit reifen und unbeschädigten Früchten auszuwählen. Erdbeeren reifen nicht nach und verderben aufgrund des hohen Wassergehalts schnell. Daher sollte man sie am besten noch am gleichen Tag beziehungsweise innerhalb von 1 bis 2 Tagen verzehren oder verarbeiten.

Wer auch im Winter noch heimische Erdbeeren genießen möchte, kann sie in der Saison kaufen und etwa zwei Jahre lang tiefgefroren lagern. Dazu werden die gewaschenen und geputzten Früchte auf einem Backblech oder in einer flachen Schale einzeln angeordnet und vorgefroren. Anschließend wandern sie zusammen in einem Beutel oder einer Schüssel in die Truhe. Auf diese Weise bleiben sie besser in Form, kleben nicht zusammen und können später besser einzeln entnommen werden. Auch fürs Einfrieren gilt: Überreife oder unreife Früchte aussortieren. Erdbeeren lassen sich übrigens auch portionsweise als Püree einfrieren. So kann man jederzeit schnell raffinierte Desserts oder Milchshakes zaubern.

Heike Stommel, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de/tipp-der-saison_erdbeeren.php
www.aid.de/verbraucher/saisonales.php

Fragen rund um Erdbeeren – auch zum Anbau – beantworten Ernährungs- und Agrarwissenschaftler des aid infodienst im Expertenforum „Sie fragen – aid antwortet“ auf was-wir-essen.de (

Quelle:
aid infodienst
www.aid.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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