CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

03.4.2014   |   Verbraucher

Nicht nur für Osterhasen: Nützliche Tipps rund ums Ei

Es ist zwar definitiv nicht der Osterhase, der sie bringt – trotzdem gehören bunt gefärbte Eier zur Osterzeit einfach dazu. Einige nützliche Tipps zum richtigen Umgang mit dem Lebensmittel Ei.

eier

Woran erkenne ich, wie alt ein Ei ist?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist das einzige Datum, das auf der Verpackung von Eiern zwingend stehen muss. Die Angabe des Legedatums ist freiwillig. Die Zeitspanne vom Legen bis zum Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums beträgt jedoch immer 28 Tage. Wer wissen will, wann ein Ei gelegt wurde, muss also nur vom Mindesthaltbarkeitsdatum 28 Tage zurückrechnen. Ein Abgleich mit dem aktuellen Datum verrät, wie alt genau das Ei in diesem Moment ist.

Der Frischegrad lässt sich auch am Ei selbst testen: Je älter das Ei ist, desto mehr Flüssigkeit ist durch die Schale nach außen entwichen und desto größer ist die Luftblase, die an einer Stelle bleibt. Bleibt das Ei in einem mit Wasser gefüllten Glas am Boden liegen, ist kaum Luft im Ei, es ist also sehr frisch. Richtet es sich leicht auf, ist es mittelalt. Schwimmt es obenauf, sollte es besser nicht mehr verzehrt werden.

Wie lange sind Eier haltbar?

Am besten schmecken Eier vier bis sechs Tage nach dem Legen. Die ersten 18 Tage können sie auch bei Raumtemperatur gelagert werden, danach im Kühlschrank.
Kühl gelagerte Eier sind zwei bis vier Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus haltbar, sollten dann aber nur noch zum Backen oder Kochen verwendet werden. Achtung: Eier vor dem Lagern nicht mit Wasser waschen, da sonst der natürliche Schutz verloren geht und Keime ins Eiinnere gelangen können.

Woran erkenne ich, aus welcher Haltung ein Ei stammt?

Wer wissen will, wo ein Ei herkommt, muss den Stempel entschlüsseln: Die erste Ziffer verrät die Haltungsform (0=Biohaltung, 1=Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung). Das Kürzel danach steht für das Herkunftsland (DE = Deutschland), die nächsten zwei Zahlen stehen für das Bundesland

  • 01 – Schleswig-Holstein
  • 02 – Hamburg
  • 03 – Niedersachsen
  • 04 – Bremen
  • 05 – Nordrhein-Westfalen
  • 06 – Hessen
  • 07 – Rheinland-Pfalz
  • 08 – Baden-Württemberg
  • 09 – Bayern
  • 10 – Saarland
  • 11 – Berlin
  • 12 – Brandenburg
  • 13 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 14 – Sachsen
  • 15 – Sachsen-Anhalt
  • 16 – Thüringen

danach kommt die Nummer des Herkunftsbetriebes.

Roh oder gekocht?

Werden rohe Eier wie ein Kreisel gedreht, fangen sie an zu wippen, schaukeln oder schlingern, da sich Dotter und Eiklar gegenseitig verschieben und sich dadurch der Massenschwerpunkt ändert. Gekochte Eier drehen sich schnell und gleichmäßig. Übrigens: Ob sich ein Ei problemlos schälen lässt hängt nicht davon ab, ob es abgeschreckt wurde, sondern von der Lagerzeit. Frische Eier sind schwer zu pellen, ältere Eier leichter.

Bei hartgekochten Eiern kann das Abschrecken sogar schädlich sein. Bakterien, die durch das Wasser ins eindringen verkürzen dessen Haltbarkeit. Nicht abgeschreckte gekochte Eier halten sich im Kühlschrank mehrere Wochen, abgeschreckte Eier sollten innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden. Grundsätzlich sollten gekochte Eier nur gelagert werden, wenn ihre Schale vollständig intakt ist und keine Risse hat.

Selber färben oder gefärbt kaufen?

Gefärbte Eier unterliegen nicht den Vermarktungsnormen, deshalb ist die Kennzeichnung von Güteklasse, Gewichtsklasse, Haltungsform oder Herkunft keine Pflicht. Einige Hersteller geben aber freiwillig an, welche Ausgangseier sie verwendet haben.

Bei industriell gefärbten Eiern dürfen nur dafür zugelassene Farbstoffe verwendet werden. Da sie nach dem Kochen nahezu steril sind und mit einem Lebensmittelschutzlack überzogen werden, sind industriell gefärbte Eier außerdem länger haltbar als selbst gefärbte – auch bei Raumtemperatur. Eine grünliche Verfärbung der Oberfläche des Dotters oder des daran anliegendes Eiweißes, ist nicht gefährlich, sondern entsteht beim Kochen durch bestimmte Ei-Inhaltsstoffe. Gekochte Eier sind dann verdorben, wenn in sich Schimmel in der Luftkammer befindet und/oder das geschälte Ei stark schwefelartig riecht.

osterei

Was muss ich beim Färben beachten?

Vor allem wegen der Salmonellengefahr sollte die Schale von rohen Eiern vor dem Ausblasen mit warmem Wasser und Spülmittel abgewaschen werden. Für das Färben von Eiern gibt es zugelassene Lebensmittelfarben. Weil man davon ausgehen muss, dass der Farbstoff punktuell auch in das essbare Ei übertritt, sollten Seidenmalfarben oder Filzstifte nicht verwendet werden. Farbintensive Lebensmittel wie Holunderbeersaft, rote Beete, Rotkohl oder Spinat sind ebenfalls gut zum Eierfärben geeignet.


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse