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01.4.2014   |   Verbraucher

Ohne Plastik beim täglichen Einkauf – Ein Erfahrungsbericht

(aid) – Haben Sie schon mal ein paar Wochen versucht, den kompletten Lebensmittel-Familieneinkauf zu machen ohne auch nur ein Stück Plastik im Einkaufswagen zu haben? Falls Sie das vorhaben – Plastikfasten ist nämlich in diesem Jahr ein großes Thema – nehmen Sie sich Zeit, achten Sie auf gute Nerven, hohe Kommunikationsbereitschaft und seien Sie maximal flexibel, was die Auswahl der Produkte angeht! Das wäre meine Empfehlung, denn ich bin gerade in der Testphase.

plastefaste

Prinzipiell gehen die Varianten des Plastikfastens von „keine Einkaufstüten, bitte“ bis zur kompletten Meidung plastikhaltiger Gegenstände im Alltag. Dazu gibt es viele interessante Beispiele, wie das einer finnischen Familie, die ein Jahr lang versucht hat, komplett auf erdölbasierte Produkte zu verzichten.

Na ja, so dogmatisch will ich gar nicht sein, ich will einfach nur Lebensmittel ohne Plastik einkaufen. Erst mal in „meinem“ Supermarkt: die Tomatenauswahl ist groß, aber nur zwei Varianten sind nicht eingeschweißt. Nun gut, da fällt die Entscheidung leichter. Also vorsichtig damit in den Wagen, denn die aushängenden nervigen Plastiktüten fallen ja als Schutz aus. Äpfel und Kartoffeln: auch kein Problem. Na, das geht doch wunderbar. Mehl in Papiertüten – dass ich mich da mal so drüber freue. Milch … erste Probleme, keiner der Tetrapaks ohne Plastikstopfen und fettarme Milch leider nicht in Flaschen. Wie erkläre ich das … na egal, da müssen die zu Hause durch!

„Warum tun Sie sich das an?“

Aufruf zum “Plastikfasten” – Sieben Wochen Plastik vermeiden

Aufruf zum “Plastikfasten

Sieben Wochen Plastik vermeiden

Quark. Gibt’s gar nicht ohne Plastikverpackung, also gibt es ausnahmsweise mal Joghurt aus dem Glas. Ach ja, der Mozzarella für die Pizza. Mir schwant Böses. Wie soll das auch gehen mit der Lake. „Dann nehmen Sie doch den aus der Käsetheke“, aber wo wollen Sie mir den rein tun? Ratlosigkeit beim Leid geprüften Verkaufspersonal und erste skeptische Blicke, während ich statt dessen ein Stück Käse kaufe, den ich dann selber reiben muss. Die Frage „Und warum tun Sie sich das an?“ steht im Raum; ich ignoriere sie erst mal.

Natürlich weiß ich, dass man mir an den Frischetheken keine mitgebrachten Behältnisse befüllen darf, also versuche ich es für die Wurst mit der Frage: „Könnten Sie mir das auch auf Käsepapier auswiegen?“ Die drei Menschen hinter mir in der Schlange wechseln die Gesichtsfarbe, ein bisschen Widerstand muss man beim Plastikfasten schon auch aushalten können. Ich versuche mein Anliegen zu erklären, so ein ganz kleines bisschen Bewusstseinsbildung sollte doch gerade noch möglich sein. Nun gut, die wollten gerade keine Bildung, sondern nur einkaufen. Aber Wurst hab ich – ohne Plastikfolie, nun ja das Etikett auf der Tüte, jetzt wollen wir mal nicht pingelig sein.

Schöner scheitern heißt es allerdings im Gang mit den Süßigkeiten: eigentlich geht gar nichts, weder Gummibärchen noch Kekse noch Chips und auch bei der Schokolade bleibt kaum Auswahl. Als Friedensangebot finde ich doch noch zwei Sorten in Alu und Papier. Hätte nie gedacht, dass mir ausgerechnet eine nun wirklich nicht öko-korrekte Alufolie mal eine willkommene Alternative ist.

Warum ich mir das antue? Natürlich gibt es Dinge, für die Plastikverpackungen sinnvoll sind und mein Ziel ist nicht Dogmatismus. Aber es ist doch erschreckend zu sehen, wie viel komplett sinnloser Verpackungsmüll in unseren Tonnen landet. Manchmal soll er uns angeblich das Einkaufen erleichtern, oft scheint es eher, dass sich Handel und Verarbeiter das Geld verdienen leichter machen wollen. Achten Sie mal drauf!

Britta Klein, www.aid.de

Quelle: aid infodienst
Internet: http://www.aid.de


Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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