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24.3.2014   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Bakterieninfektion in Schwangerschaft erhöht Autismus Risiko

Eine im Krankenhaus diagnostizierte Bakterieninfektion während der Schwangerschaft erhöht anscheinend das Risiko für das Kind, an Autismus zu erkranken.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Kaiser-Permanente-Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of Autism and Developmental Disorders veröffentlicht wurde. Zwar sind Infektionen während der Schwangerschaft relativ häufig und bisher auch noch nicht mit Autismus in Zusammenhang gebracht worden, aber eine im Krankenhaus diagnostizierte Bakterieninfektion weist auf eine schwerere Erkrankung hin. Laut den Wissenschaftlern um Dr. Lisa A. Croen erhöhte sich das Risiko für Autismus bei Kindern von Müttern, die aufgrund einer bakteriellen Infektion stationär behandelt wurden, um mehr als die Hälfte (58%). Warum dies so ist, konnten die Experten nicht erklären.

Sie vermuten aber, dass ähnlich, wie es bereits in Tierversuchen gezeigt werden konnte, sich die Abwehrreaktionen des Körpers negativ auf die neurologische Entwicklung des Ungeborenen auswirken können.

Die Forscher raten schwangeren Frauen, sich bei einem Verdacht auf eine Infektion frühzeitig an ihren Arzt zu wenden.

Quellen: ScienceDaily, Journal of Autism and Developmental Disorders

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Hintergrund Autismus

Autismus (v. gr. αὐτός „selbst“) wird von der Weltgesundheitsorganisation zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Er wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt.

In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, das sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Zur Unterscheidung der verschiedenen Ausprägungen und Symptome von Autismus, der verschiedene Schweregrade kennt, dient das Autismusspektrum (Autismus-Spektrum-Störung (ASS)). Hier ist jedoch die genaue Abgrenzung schwierig, da die Verläufe eher fließend sind.

Die Symptome und die individuellen Ausprägungen des Autismus sind vielfältig, sie können von leichten Verhaltensproblemen an der Grenze zur Unauffälligkeit (etwa als „Schüchternheit“ verkannt) bis zur schweren geistigen Behinderung reichen.
Allen autistischen Behinderungen sind Beeinträchtigungen des Sozialverhaltens gemeinsam: Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu sprechen (etwa wegen eintöniger Prosodie), Gesagtes richtig zu interpretieren, Mimik und Körpersprache einzusetzen und zu verstehen.

Kernsymptomatik bei autistischen Behinderungen ist vorrangig die Schwierigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren (1. und 2. Diagnosekriterium). Alternativ werden stereotype oder ritualisierende Verhaltensweisen (3. Diagnosekriterium) bei allen autistischen Behinderungen als Kernsymptomatik erforscht. Autistische Menschen zeigen grundlegende Unterschiede gegenüber nicht-autistischen Menschen in der Verarbeitung von Sinneseindrücken und in der Art ihrer Wahrnehmungs- und Intelligenzleistungen. Auch die unterschiedliche Wahrnehmung wird als eine Kernsymptomatik des Autismus erforscht.
Das Ausmaß und die Auswirkungen dieser Probleme sowie die spezielle Form, in der sie sich zeigen, sind sehr unterschiedlich und werden wie folgt beschrieben.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Bild: CleanKids

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