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19.3.2014   |   Verbraucherinformationen

Gefährlicher Mix: Warnung vor Schlankheitskaffee mit Potenzmittel

Was in dubiosen Manufakturen zusammengerührt und anschließend über das Internet verkauft wird, erstaunt mitunter selbst erfahrene Sachverständige: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat in einem löslichen Kaffeepulver mit dem Namen Brazil Potent Slimming Coffee eine gefährliche und illegale Mischung aus Abführ- und Potenzmitteln nachgewiesen.

Gefährlicher Mix: Warnung vor Schlankheitskaffee mit Potenzmittel

Gefährlicher Mix: Warnung vor Schlankheitskaffee mit Potenzmittel

Die vom Zoll beschlagnahmten Beutelchen enthalten teils gesundheits- schädliches Phenolphthalein, teils den Viagra-Wirkstoff Sildenafil.

Phenolphthalein wirkt abführend und soll dadurch einen schnellen Gewichtsverlust vorgaukeln. Es wurde wegen Verdacht auf krebserregende Nebenwirkungen verboten. Produkte mit Sildenafil dagegen sind in Deutschland zulassungs- und verschreibungspflichtig und werden unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Eine solche Zulassung hat „Brazil Potent Slimming Coffee“ offensichtlich nicht. Das hochwirksame Sildenafil kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Schwindelgefühl und Magenbeschwerden hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe von Herzmedikamenten drohen zum Teil lebensgefährliche Wechselwirkungen.

Der Handel mit solchen Schlankheits- bzw. Potenzmitteln ist nach dem Arzneimittelgesetz eine Straftat, die mit einer Freiheits- oder mit einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Auf den Beutelchen sind eine dampfende Tasse Kaffee und die Sillhouette einer schlanken nackten Frau abgebildet. Die Verpackung ist mit mutmaßlich thailändischen Schriftzeichen bedruckt. Gleichzeitig prangt darauf in englischer Sprache die dreiste Behauptung, der Kaffee stamme aus brasilianischer Herstellung und sei ein 100%iges Naturprodukt.

„Brazil Potent Slimming Coffee“ ist nur eines von vielen gefährlichen Mitteln aus dem Internet. Eine Übersicht aller Schlankmacher, in denen das LUA verbotene Wirkstoffe nachgewiesen hat, gibt es hier. Eine Liste gefährlicher Potenzmittel finden Sie hier.

Das LUA rät Verbrauchern noch einmal dringend davon ab, Schlankmacher oder Potenzpillen auf fragwürdigen Internetseiten zu bestellen.

Quelle: Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
Internet: www.lua.rlp.de

Bild: LUA/RLP

mzt




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