CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

05.2.2014   |   Kindersicherheit

Kleinkinder im Hochstuhl nie unbeaufsichtigt lassen

Eltern dürfen Kleinkinder im Hochstuhl nie unbeaufsichtigt lassen, da ein hohes Verletzungsrisiko besteht. „Aufgrund ihres im Verhältnis zum Körper großen Kopfes fallen Kinder meist kopfüber mit ziemlicher Wucht auf den Boden oder rücklings auf den Hinterkopf. Gehirnerschütterungen oder schwere Kopfverletzungen sind die Folge“, warnt Dr. Jörg Schriever, Unfallbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

kindessen

In den Hochstuhl darf der Säugling, wenn er frei sitzen kann, also etwa ab 8 Monaten bis ungefähr 3 (bis 6) Jahre – d.h., wenn das Kind groß genug ist, um auf einem normalen Stuhl am Tisch essen zu können.

„Die meisten Unfälle passieren um das erste und zweite Lebensjahr, wenn das Kind noch kein Gefahrenbewusstsein hat und den Hochstuhl als Klettergerüst entdeckt“, weiß Dr. Schriever. Viele Kinder verletzen sich auch, wenn sie mit dem Stuhl umstürzen, z.B. wenn sie sich am Tisch abstoßen können. Manche rutschen durch den Sitz nach unten, bleiben mit dem Kopf hängen und können so ersticken.

Tipps: Beim Kauf auf geprüfte Sicherheit achten, z.B. „GS-Zeichen und „DIN-Norm“, hier EN 14988-2:2012, bei welcher der Stuhl auch eine Zugbelastung von 15 Kilogramm nach jeder Seite z.B. beim Erklettern ohne Umkippen widerstehen muss. Der Sicherheitsgurt zwischen den Beinen verhindert das Durchrutschen und Einklemmen. Treppenartige Hochstühle wachsen besser mit. Fuß-, Sitz- und Tischbrett sollten entsprechend der Größe des Kindes verstellbar bzw. das Tischbrett sollte später abnehmbar sein. Eine Verriegelung zum Tisch verhindert das Umstürzen und die ergonomisch bequem gestaltete Rückenlehne verbessert den Sitz und die Verweildauer dort – beide Vorrichtungen haben weniger Aufstehversuche und weniger Unfälle zur Folge.

Eine Studie in den USA kam zu dem Ergebnis, dass dort täglich etwa 24 Kinder pro Tag in der Notfallambulanz wegen eines Unfalls mit dem Hochstuhl behandelt werden müssen. Laut dem europäischen Unfallbericht von 2008 bis 2010 benötigen in der EU jährlich etwa 35.000 Kinder aufgrund eines Unfalls mit irgendwelchen Kinderprodukten wie Wickeltisch oder Hochstuhl eine sofortige medizinische Behandlung. Verteilt man die Ambulanzbesuche auf alle Tage, würde das etwa 96 Kindern pro Tag entsprechen. Der Hochstuhl nimmt unter den „Top Ten“ der Kinderprodukte, die für Unfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich sind, Platz drei ein. Nummer eins besetzt die Schaukel, und an zweiter Stelle befindet sich die Rutsche.

Quellen: Eurosafe, Clinical Pediatrics, Nationwide Children’s Hospital

————————————-
Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse