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29.1.2014   |   Produkttests - Verbraucher

Kinderkosmetika auf dem Prüfstand – Prädikat ungenügend


Fazit: Es ist offensichtlich, dass bei Produktion und Qualitätssicherung auf Kosten der Sicherheit von Kindern gespart wird.

Das Kantonale Labor Basel-Stadt hat 2013 Kinderkosmetika auf Farbmittel, Konservierungsstoffe, allergene Duftstoffe, kurzkettige Mineralöle und ihre Kennzeichnung untersucht. Von 56 erhobenen Proben musste mehr als die Hälfte beanstandet werden. Bei sechs Produkten wurde ein Verkaufsverbot ausgesprochen. Die Produkte wurden bei Importeuren, Warenhäusern, Spielzeugläden oder Boutiquen in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt und Zürich erhoben.

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Kinderkosmetika für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren dienen zum spielerischen Schminken oder als Badespass. Darunter finden sich Schminksachen für die Lippen und den Augenbereich, Nagellacke, Bodypaintings, Parfüms und Badezusätze. Sie sind für Kinder ansprechend mit farbigen Fantasiefiguren dekoriert.

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Frühere Kontrollen zeigten, dass diese Produktkategorie auffällig häufig den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt. Bei den 56 erhobenen Proben handelte es ich um 22 Kosmetiksets und 34 Einzelprodukte. 33 Produkte und damit mehr als die Hälfte waren zu beanstanden. Sechs Produkte wurden für den Verkauf verboten, da unerlaubte Farbstoffe verwendet und Grenzwertüberschreitungen bei Konservierungsmitteln festgestellt wurden. Für die restlichen Proben haben wir Korrekturmassnahmen, wie zum Beispiel das Anbringen von Warnhinweisen und die Vervollständigung der Deklaration auf der Verpackung, verfügt. Hauptgründe dafür waren nicht deklarierte Inhaltsstoffe. Bezüglich der Produktkategorien waren überdurchschnittlich viele Nagellacke (5 von 6) und Lippenpflegeprodukte (30 von 57) nicht in Ordnung.

Auffällig war auch die mangelhafte Selbstkontrolle. Schriftliche Unterlagen zu den Produkten waren zwar verfügbar, allerdings wurden diese Papiere vielfach nicht durch kompetentes Personal auf ihre Plausibilität oder durch gezielte Analysen auf ihre Richtigkeit überprüft.

Die Gründe für die vorgefundenen Missstände sind bei den verantwortlichen Firmen zu suchen. Diese stammen mehrheitlich aus der Werbe- und Spielzeugbranche, verfügen daher über wenig spezifische Kenntnisse zu Kosmetika und lassen die Produkte möglichst billig von Herstellern in Fernost produzieren.

Es ist offensichtlich, dass bei Produktion und Qualitätssicherung auf Kosten der Sicherheit von Kindern gespart wird. Auf Grund der hohen Beanstandungsrate und um die Wirkung unserer Kontrollen zu erhöhen, haben wir die Mitglieder des europäischen Netzwerks der offiziellen Untersuchungslabors (Official Cosmetics Control Laboratories) gebeten, dieser Produktkategorie erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

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Ausführliches Untersuchungsergebnis >>

 

Quelle:
Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt 
Bereich Gesundheitsschutz 
Kantonales Laboratorium

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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