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29.1.2014   |   Produkttests

DEKRA testet Rutscher-Autos & Co. – Aufsitzspielzeug mit Tücken


Vorsicht vor Verletzungsgefahr an Kanten – Kein Auto oder Sitzbagger fiel beim Test komplett durch – Der Aufbau kann zur Geduldsprobe werden

Rutscher-Autos oder Aufsitzbagger können gefährliche Tücken haben, auch wenn sie die einschlägigen Normen erfüllen. Das ist das Ergebnis eines Produkttests der Prüforganisation DEKRA. Vor allem bei billigen Angeboten kann der Spielspaß nicht ungefährlich sein, und der Aufbau wird zur Geduldsprobe. Wer allerdings ein hochwertiges Aufsitzspielzeug kauft, kann sich aber in der Regel auf Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit verlassen.

Symbolbild

Die Produktprüfer von DEKRA haben anonymisiert im Vorfeld der Spielwarenmesse in Nürnberg sechs handelsübliche Aufsitzspielzeuge unterschiedlicher Preisklassen nach der einschlägigen Norm getestet: drei Rutscher-Autos und drei Aufsitzbagger.

Wichtigstes Ergebnis: alle bestehen. Dennoch zeigen sich Gefahren durch Verletzungsrisiken an Kanten oder beweglichen Metallteilen.

Ein Sitzbagger mit beweglicher Baggerschaufel aus Metall wird von den Produktexperten kritisch bewertet. Die Zähne der Baggerschaufel sind blank und nicht mit Kunststoffkappen geschützt. Dies führt nach Einschätzung der Prüfer zu einem Verletzungsrisiko durch die ungebremste Abwärtsbewegung, vor allem für kleinere Kinder, die in der Nähe – beispielsweise im Sandkasten – spielen. Bei zwei Produkten sind Kunststoffkanten an beweglichen Teilen nicht abgerundet, was ebenfalls ein Verletzungsrisiko birgt.

„Eine Norm hat naturgemäß Grauzonen und kann nicht alle möglichen Gefahren abdecken. Deshalb ist nicht zuletzt der gesunde Menschenverstand der Eltern gefragt“, erklärt DEKRA Produktexperte Werner Leistner. „Wir raten deshalb dazu, beim Kauf auf Prüfzeichen wie das GS-Zeichen oder das DEKRA Siegel zu achten, die für weiterreichende Prüfumfänge stehen.“

Ein Kritikpunkt bei jedem zweiten Produkt betrifft den Aufbau und schwer verständliche Aufbauanleitungen. In einem Fall beansprucht der Zusammenbau eines Sitzbaggers für zwei handwerklich geübte Erwachsene zwei Stunden – eine Nervenprobe für gestresste Eltern. Positiv ist, dass alle Produkte unbeschadet den vorgeschriebenen Belastungstest mit einem 50-Kilogramm-Gewicht überstehen. Tendenziell schneiden die höherpreisigen Autos und Bagger bei den meisten Prüfkriterien besser ab und versprechen mehr Spielspaß.

Die DEKRA Produktprüfer haben Tipps für Kauf von Aufsitzspielzeug:

  • Auf hochwertige, stabile Anmutung achten.
  • Markenprodukte versprechen meist mehr Sicherheit und Spielspaß als Billigprodukte.
  • Aufbauanleitung muss ausführlich, bebildert und verständlich sein.
  • Abgerundete Kunststoffkanten vermindern das Verletzungsrisiko!
  • Auf vorstehende, gefährliche und beweglichen Metallteile (z.B. Baggerschaufel) achten (Schnitt- und Quetschgefahr)!
  • Kein unangenehmer oder stechender Kunststoff- oder Farbgeruch.
  • Eindeutige Angabe des Herstellers, Importeurs oder Händlers.

DEKRA stellt aus auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vom 29. Januar bis 3. Februar 2014, Testing & Inspection Center, Halle 11.1., Stand D01, E02

Quelle: DEKRA e.V. – Internet: http://www.dekra.de/

Bild: CleanKids

mzt




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