CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

11.12.2013   |   Kindersicherheit

Vergiftungen durch Arzneimittel: Jährlich über 1.800 Kinder unter fünf Jahren betroffen


Medikamente außerhalb des Blickfelds und der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren

Amerikanische Experten warnen in einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift Journal of Pediatrics davor, Medikamente im Blickfeld von Kleinkindern offen oder in für sie zugänglichen Bereichen bzw. außerhalb der ursprünglichen Verpackung aufzubewahren, wie z.B. in einer Tasche oder Bonbon-Dose.

vergiftung

Denn so ereignen sich die meisten Vergiftungsunfälle mit Arzneien laut der Auswertung von 2.380 Fällen von Vergiftungen mit Buprenorphin, einem starken Schmerzmittel. „Kinder im Vorschulalter sind aufgrund ihres geringen Körpergewichts und ihrer Neugier besonders gefährdet. So können Herz-Kreislaufpräparate wie Betablocker oder Schmerzmittel für sie lebensgefährlich werden.

vergiftung

TIPPS
Was tun bei Vergiftungen?

Häufige Vergiftungsanzeichen sind fehlende Reaktion auf elterliche Ansprache und Berührung, Atemprobleme, eine starke Pupillenverengung, die auch im Dunklen bestehen bleibt, und Erbrechen“, erläutert Prof. Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit langjähriger Klinikerfahrung (Leitung der Kinderklinik in Zwickau). Medikamente sind nach Haushaltschemikalien die zweithäufigste Vergiftungsursache bei Kindern.

In Deutschland müssen jährlich über 1.800 Kinder unter fünf Jahren aufgrund von Vergiftungen durch Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen im Krankenhaus behandelt werden. Neben akuten Vergiftungserscheinungen wie Bewusstlosigkeit, Schock, Herz-Kreislauf-Stillstand und Atemstillstand können auch Spätschäden die Folge einer versehentlichen Medikamenteneinnahme sein, wie Hirnschäden oder Nervenschäden, Leber- oder Nierenschäden. „Sollte Ihr Kind versehentlich eine Arznei eingenommen haben und obengenannte Zeichen zeigen, rufen Sie zuerst den Notarzt und holen Sie dann Rat bei einer Giftnotrufzentrale ein. Geben Sie Ihrem Kind aber niemals eigenmächtig Milch oder Salzwasser! Bewahren Sie wenn möglich die Originalpackung des Medikaments oder Reste der Substanz auf. Vielleicht können Sie auch erkennen, wie viel Ihr Kind davon genommen hat. Denn dies sind wichtige Informationen für die Ärzte“, lautet der Rat von Prof. Nentwich. Weitere wichtige Angaben sind das Alter und Gewicht des Kindes, wann und wo der Unfall geschah und ob das Kind unter irgendwelchen Grundkrankheiten leidet.

Quellen: J Pediatr., MedpageToday, Krankenhausstatistik www.gbe-bund.de

————————————-
Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse