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11.12.2013   |   Rückrufe Arznei & Medizinprodukte

Behörde warnt vor gefährlichen Schlankheitskapseln „Ultra Effect“


Krank statt schlank: Schon wieder gefährliche Abnehmpillen aus dem Netz gefischt

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat erneut in vermeintlich harmlosen Schlankmachern den verbotenen Arzneiwirkstoff Sibutramin und krebserregendes Phenolphthalein nachgewiesen. Die blau-weißen Kapseln heißen „Ultra Effect“ und werden übers Internet verkauft.
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Der Handel mit solchen Mitteln ist nach dem Arzneimittelgesetz eine Straftat, die mit einer Freiheits- oder mit einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Dem rheinland-pfälzischen Zoll gehen immer wieder solche Sendungen ins Netz. Eine Liste der vom LUA als gefährlich enttarnten Schlankmacher gibt es im hier im „Lexikon“.

Wie in den anderen Fällen auch deutet bei „Ultra Effect“ nichts auf dem Etikett der weißen Kunststoffdose auf gefährliche Arzneiwirkstoffe hin. Neben dem Namen und der Herstellerkennzeichnung „Boston Medical“ findet sich sogar noch der Zusatz „Natural Advanced Formula“. Auch die Liste der Bestandteile nennt weder Sibutramin noch Phenolphthalein.

Sibutramin wurde als letztes Mittel gegen Adipositas (Fettleibigkeit) früher in Arzneimitteln unter ärztlicher Aufsicht verabreicht. Wegen gravierender Nebenwirkungen besitzt der appetithemmende Arzneiwirkstoff mittlerweile aber keine Zulassung mehr. Sibutramin kann den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen gefährliche Wechselwirkungen. Auch Todesfälle sind bekannt.

Phenolphthalein wirkt abführend und soll dadurch einen schnellen Gewichtsverlust vorgaukeln. Phenolphthalein wurde 1997 wegen Verdacht auf krebserregende Nebenwirkungen verboten.

„Ultra Effect“ ist also kein harmloses Naturprodukt, wie es die Verpackung und die glauben machen möchte, sondern ein nicht zugelassenes Medikament. Es darf in Deutschland nicht verkauft werden. Der Handel mit solchen Mitteln ist nach dem Arzneimittelgesetz eine Straftat, die mit einer Freiheits- oder mit einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Quelle: Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz
Internet: www.lua.rlp.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

mzt




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