WDR Programmaktion: „Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“

In türkischen Kleiderfabriken werden Jeans-Hosen trotz Verbots weiterhin durch Gesundheit gefährdendes Sandstrahlen im so genannten „used look“ hergestellt. Das berichtet die WDR Servicezeit (WDR Fernsehen, Montag, 18.20 Uhr) im Rahmen der Programmaktion „Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“

jeans

(9. -14. Dezember 2013). Die Servicezeit-Reporter interviewen in ihrem Beitrag Arbeiter in Istanbul, die bestätigen, dass in Hinterhöfen nachts weiterhin illegal gesandstrahlt wird, um „used Jeans“ für den europäischen Markt herzustellen. Ein junger Zeuge, der infolge des Sandstrahlens schwer erkrankt ist, hat nach eigenen Angaben nur noch drei Monate zu leben. Im Zuge der Recherche wurden mehrere namhafte Hersteller von Marken-Jeans (Esprit, Wrangler, Only, Replay, Hollister, Zara und Blue Fire) um Auskunft gebeten, wie ihre Jeans für den „used look“ hergestellt werden. Nur die Firma Blue Fire hat der WDR Servicezeit geantwortet und die Reporter in ihre Fabrik hereingelassen, wo der „used look“ mit Chemikalien erzeugt wird. (Den Servicezeit-Beitrag finden Sie unten auf der Seite.)

WDR Servicezeit
WDR Fernsehen, Montag, 18.20 Uhr
im Rahmen der Programmaktion „Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“

Der WDR beschäftigt sich im Rahmen seiner Programmaktion „Gefährlicher Chic. Woher kommen unsere Kleider?“ eine Woche lang mit den zum Teil unmenschlichen Produktionsbedingungen in der globalen Kleidungsindustrie und zeigt auf, was der Verbraucher dagegen tun kann. Ausgangspunkt für die Programmaktion war der Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh im April dieses Jahres. Bei dem Einsturz des Gebäudes kamen mehr als 1.100 Menschen ums Leben. Wie miserabel die Arbeitsbedingungen sind, unter denen in Bangladesh und anderswo die Ware für viele Bekleidungsunternehmen, auch deutsche, produziert wird, war nicht mehr zu übersehen.

Der WDR fragt nach und informiert in Fernsehen, in Radio und auf wdr.de: Was hat sich seitdem geändert? Hat bei den Textilunternehmen ein Umdenken stattgefunden? Hat es nachhaltige Veränderungen gegeben? Und wie verhält man sich am besten als Verbraucher, wenn man mit gutem Gewissen Kleidung kaufen möchte? Was sollte man als Konsument wissen und beachten, wenn man durch das eigene Kaufverhalten menschenwürdige und ökologisch vertretbare Produktionsbedingungen in der Textilbranche befördern möchte?

Einen Überblick über alle Sendungen und weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter www.kleidung.wdr.de

Quelle: Westdeutscher Rundfunk Köln
Internet: www.wdr.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain

mzt

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