Kinder: Umwelt hat starken Einfluss auf die Intelligenz

In den ersten zehn Lebensjahren ist der Einfluss der Umwelt auf die geistigen Fähigkeiten eines Menschen besonders wichtig. Später übernehmen die Gene eine immer wichtigere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher der Universität in Austin, Texas.

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Demnach sind etwa 70% der Intelligenz eines Menschen durch die Gene bestimmt, deren Einfluss mit zunehmenden Alter stärker wird. Abhängig von den Bedingungen in der Kindheit, können diese Gene stimuliert oder unterdrückt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder früh Zugang zu Bildung haben, um die besten Voraussetzungen für die weitere Entwicklung zu schaffen.

Die Experten analysierten die Daten von verschiedenen Studien, die sich mit den kognitiven Fähigkeiten und Umweltbedingungen von Zwillingen und Geschwisterpaaren befassten. In finanziell gut situierten Familien macht demnach die Genetik 80% der Intelligenz aus.

Die Wissenschaftler erklären, dass Kinder aus sozial benachteiligten Schichten nicht unbedingt weniger gute Anlagen haben, aber in ihrem Umfeld meist geringere Möglichkeiten vorhanden sind, ihr Potenzial auszuschöpfen – im Vergleich zu Kindern aus privilegierteren Familien. Fehlendes Lehrmaterial und mangelnde elterliche Unterstützung verhindern beispielsweise, dass jene ihre Fähigkeiten voll ausbilden können.

Quelle: ScienceDaily, Current Directions in Psychological Science

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Lesetipp: Flemmer, A.: Nervennahrung. Das richtige Essen für starke Nerven und ein gutes Gedächtnis. Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2. akt. Aufl. 2011

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain

mzt

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