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03.12.2013   |   Gesundheit

Retinoblastom: Fotografie kann Augentumor bei kleinen Kindern sichtbar machen

Ein Retinoblastom, ein seltener Tumor im kindlichen Auge, können Eltern mithilfe einer digitalen Kamera oder eines Smartphones (am besten mit Blitzlicht) erkennen. Dies bestätigen Wissenschaftler der Baylor-Universität und der medizinischen Fakultät von Harvard. In Deutschland hat die Kinderaugenkrebsstiftung bereits seit Längerem darauf aufmerksam gemacht.

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In ihrer Studie, die die Autoren bei PLOS One veröffentlichten, erklärten sie, dass das Hauptmerkmal dieser Krebsart, das sogenannte “weiße Auge,” sich in Fotos während frühen Phasen der Krankheit abbilden kann. Eine rote Pupille bei Blitzlichtfotos ist normal, eine weiß, gelb oder orange verfärbte Pupille kann jedoch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Ihre Untersuchung ebnet vielleicht den Weg, um diese Krankheit möglichst schnell und früh zu diagnostizieren und zu behandeln, hoffen die Experten.

Retinoblastome entwickeln sich bei den meisten Kindern zwischen Geburt und dem 5. Lebensjahr. Es ist eine aggressive Krebsform, die sich im Gehirn ausbreiten kann und – wenn sie nicht rechtzeitig therapiert wird – zum Tode führen kann.

Frühzeitig erkannt ist sie jedoch gut behandelbar. Dann können in vielen Fällen Sehbeeinträchtigungen, Verlust eines oder beider Augen verhindert werden. Mit Therapie besteht eine 95%-ige Überlebensrate. Nach den Experten kann die Fotografie eines Amateurs erheblich zur frühen Diagnose beitragen. Denn meist sind es die Eltern, denen diese Veränderung zuerst auffällt und die dann einen Facharzt aufsuchen. Entgegen bisherigen Annahmen zeigte sich, dass das „weiße Auge“ nicht nur in einem fortgeschrittenen Stadium des Retinoblastoms, sondern auch schon sehr früh in einer insbesondere mit Blitzlicht durchgeführten Fotografie sichtbar ist. In ihrer Auswertung von 7.000 Babybildern von neun Kindern mit einem Retinoblastom und 19 Kindern ohne diesen Tumor fiel das „weiße Auge“ sogar schon bei einem 12 Tage alten Baby auf, argumentierte Professor Bryan F. Shaw, vom Baylor College. Er und seine Kollegen fanden auch, dass sich je nach Größe des Tumors die Intensität der Farbe auf der Fotografie veränderte.

Co-Autor Dr. Shizuo Mukai wünscht sich, dass ihre Forschung den Grundstein für die Entwicklung einer Software bildet, um Eltern schon bei den ersten Anzeichen eines Retinoblastoms zu warnen. Vor allem in Entwicklungsländern, wo die meisten Todesfälle aufgrund eines Retinoblastoms auftreten, könnte dies die Diagnose beschleunigen, da Kinder mit ihren Eltern dort seltener den Zugang zu einer Facharztpraxis haben bzw. suchen. Ein digitaler Fotoapparat steht möglicherweise eher zur Verfügung.

Quellen: Massachusetts Eye and Ear, MNT, PLOS One
Weitere Informationen zum Retinoblastom sowie Beispielaufnahmen unter: www.kinderaugenkrebsstiftung.de

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: cleankids

mzt




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