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21.11.2013   |   Kindersicherheit - Produkttests

Kindersitztauglichkeit von Pkw’s – ÖAMTC attestiert meist nur mittelmäßige Ergebnisse


Probleme mit schwer zugänglichen Verankerungen und zu kurzen Gurten

Die Probleme, die bei der Montage von Kindersitzen im Auto auftreten können, sind vielfältig. Zum Beispiel passt nicht jeder Sitz in jeden Pkw, die Deaktivierung des Beifahrer-Airbags kann eine Herausforderung sein oder die Betriebsanleitung ist oft auch ein Buch mit sieben Siegeln. Der ÖAMTC hat heuer wieder 15 Familienfahrzeuge auf ihre Kindersitztauglichkeit überprüft. „Die Ergebnisse sind mittelmäßig: Neben einem ’sehr gut‘ gibt es zwei ‚gut‘ und elf ‚befriedigend‘, fasst ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl zusammen. „Ein Fahrzeug erreicht nur ein ‚genügend‘.“

Bild: ÖAMTC - Kindersitzeinbautest 2012

Bild: ÖAMTC

Zum ÖAMTC-Test traten an: Chevrolet Trax, Citroen C4 Picasso, Dacia Sandero Stepway, Ford Focus Kombi, Ford Kuga, Honda CR-V, Lexus IS, Mazda 6 Kombi, Mercedes Citan Kombi, Nissan NV200 Evalia, Renault Captur, Renault Zoe, Skoda Octavia Combi, Toyota Auris Touring Sports, Toyota RAV4.

Getestet wurde der Einbau der Kindersitze Maxi-Cosi Pebble mit Familyfix, Römer Duoplus und Cybex X Fix, jeweils mit und ohne Isofix- bzw. Top-Tether-Befestigung.

Die wichtigsten Testergebnisse im Detail

Testsieger ist der Citroen C4 Picasso, der als einziger für den sicheren Transport von insgesamt vier Kindern geeignet ist. Im Fond können drei Kindersitze ohne Platzprobleme untergebracht werden, ein weiterer lässt sich am Beifahrersitz einbauen. „Grundsätzlich empfiehlt der ÖAMTC jedoch, Kinder in der zweiten Reihe zu sichern. Wenn dort alle Sitze besetzt sind, kann das älteste Kind auf dem Beifahrersitz gesichert werden“, rät der ÖAMTC-Techniker. Zusätzlich verfügt der Citroen C4 Picasso über gut zugängliche Isofix- und Top-Tether-Verankerungen und eine verständliche Bedienungsanleitung.

Am schwächsten schneidet im aktuellen ÖAMTC-Test der Renault Captur ab. „Der Captur hat schlecht sichtbare und – je nach Kindersitz – teils mühsam zugängliche Isofix-Verankerungen“, kritisiert Kerbl. „Damit der Gurt der Top-Tether-Verankerung eingehängt werden kann, muss sogar der Ladeboden weggenommen werden.“ Außerdem ist der Einbau eines Kindersitzes auf dem mittleren Platz im Fond laut Betriebsanleitung nicht erlaubt und am Beifahrer-Sitz darf nicht jeder Kindersitz installiert werden.

Bei den mit „befriedigend“ bewerteten Fahrzeugen wurden unterschiedliche Probleme beim Kindersitz-Einbau festgestellt. Der ÖAMTC-Experte bemängelt unter anderem die Erreichbarkeit der Isofix- und Top-Tether-Verankerungen und die oft restriktiven, teils auch widersprüchlichen Betriebsanleitungen. „Hier müssen einige Hersteller dringend nachbessern“, fordert Kerbl.

Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen machen

Wenn ein neues Familienfahrzeug angeschafft werden soll, empfiehlt ÖAMTC-Experte Kerbl, die Probefahrt mit montierten Kindersitzen durchzuführen und auch die Kinder mitzunehmen: „Bei einer Testfahrt mit Kind und Kegel können in der Praxis Gurtlänge, Zugänglichkeit von Verankerungen und Platzangebot getestet werden. Von Vorteil ist auch, wenn man sich vom Händler gleich den Einbau genau erklären lässt.“

Infos zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests

Alles Wissenswerte um Kindersitze und Kindersitzeinbau gibt es unter www.oeamtc.at/kindersitze. Kostenlose Kindersitzberatung gibt es an allen ÖAMTC-Stützpunkten

Quelle: ÖAMTC
Internet: http://www.oeamtc.at/

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain

mzt




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