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13.11.2013   |   Schule & Kindergarten

Die Rakuns – Neue Initiative für ein gesundes Klassenzimmer


Die Stiftung Kindergesundheit informiert über ihr bundesweites Projekt „Die Rakuns“ – ein neuartiges Konzept für die Gesundheitsbildung an deutschen Grundschulen

Tom und Lola Rakun sind bereits seit dem Frühjahr 2013 gute Bekannte der Kinder in 36 Grundschulen aus fünf Bundesländern.

Tom und Lola Rakun

Tom und Lola Rakun

Nun sollen die beiden lustigen Comic-Figuren mit ihrer Clique den Kindern in ganz Deutschland vormachen, was sie alles für ihre eigene Gesundheit tun können: Mit dem neuen Projekt „Die Rakuns – Das gesunde Klassenzimmer“ soll Grundschulkindern ein gesundheitsförderlicher Lebensstil nahe gebracht werden. Die bundesweite Einführung dieser neuen Initiative der Stiftung Kindergesundheit startet im Herbst 2013.

„Was Hänschen lernt, davon profitiert Hans ein Leben lang“, beschreibt Professor Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit die Zielsetzung des neuen Präventionsprogramms seiner Stiftung. „Unsere Gewohnheiten und Einstellungen werden entscheidend in den ersten Lebensjahren geprägt und bleiben dann in der Regel bis ins hohe Alter stabil. Um diese Entwicklung bereits frühzeitig in eine positive Richtung zu lenken, verfolgt die Stiftung Kindergesundheit das Ziel, Kindern schon in jungen Jahren einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu vermitteln. Damit ist ein wichtiger Grundstein gelegt. Denn was im Vorschulund Schulalter zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, wird auch im Erwachsenenalter viel häufiger beibehalten. Das ist die einfachste und wirkungsvollste Prävention gegen die sonst drohenden Gesundheitsschäden“.

Das gemeinnützige Projekt wurde von der Stiftung Kindergesundheit am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München entwickelt und wird durch den Johnson & Johnson Citizenship Trust, in Kooperation mit der Johnson & Johnson GmbH unterstützt.

rakuns

„Die Rakuns“ arbeiten lehrplannah mit Angeboten auf unterschiedlichen Ebenen. Es gibt viele interessante Experimenten wie beispielsweise das Anlegen von Bakterienkulturen von der Hand vor und nach dem Händewaschen, und der Messung die Sonnenstrahlung mit und ohne Sonnenschutz. Mit ausführlichen, fachübergreifenden Unterrichtsideen zur Umsetzung im Grundschulunterricht besticht das Projekt mit seinen zentralen Leitfiguren Tom und Lola Rakun. Es wird ergänzt durch ein pädagogisch wertvolles Angebot für Kinder im Internet. Auch über dieses Onlineangebot tragen die Kinder ihr erlerntes Wissen in die Familien hinein. Darum bietet die Internetseite der Rakuns auch den Eltern umfangreiche Informationen rund um das Thema Kindergesundheit.

Waschbären werben für gepflegte Sauberkeit

Projektleiterin Dr. Angelika Strauß erklärt den ungewöhnlichen Namen der Initiative so: „Bei den Rakuns handelt es sich um eine Waschbärenfamilie im Comic-Stil, die von Nordamerika nach Deutschland eingewandert ist. Tom und Lola Rakun sind also Migranten, haben aber bereits liebenswerte Freunde gefunden: Pit Piggl, Feli Faultier, Ria Reh und Tobi Trödel. Rund um diese Protagonisten werden die wichtigsten Themen zur Gesundheitsförderung und -bildung in deutschen Grundschulen attraktiv aufgearbeitet“.

Die Unterrichtsthemen umfassen folgende Bereiche:

  • Regelmäßige Bewegung und Entspannung
  • Gesunde Ernährung
  • Positives Körper- und Selbstbewusstsein
  • Tägliche Körperpflege und Körperhygiene
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Medien

Die Lehrerinnen und Lehrer der am Projekt beteiligten Schulklassen werden mit einem Komplettpaket hochwertiger Unterrichtsmaterialien sowie einem Starter-Set für Experimente ausgestattet. Parallel dazu werden die Kinder und ihre Familien im internen Projektbereich unter www.die-rakuns.de begleitet und erhalten ein eigenes, farbiges Forscherbuch, um sich im Laufe ihrer Grundschulzeit ihr persönliches Portfolio zusammenzustellen.

Dr. Angelika Strauß: „In der Schule erreichen wir Kinder aus allen sozialen Schichten, führen sie auf spielerische Art und Weise handlungsorientiert an einen gesünderen Lebensstil heran und zeigen ihnen, wie sie ihre Gesundheit selbst positiv beeinflussen können“.

Anleitung zum kritischen Umgang mit Medien

Ergänzend gibt es im Internet einen eigenen Bereich für Kinder, in dem die bereits im Unterricht behandelten Themen spielerisch vertieft und gefestigt werden. Lehrund Lernszenarien sind so arrangiert, dass sie für den kindlichen Prozess des Wissenserwerbs bedeutsam sind. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Hintergrundinformationen, bearbeiten Aufgaben, beantworten Fragen zu Gesundheitsthemen und werden mit pädagogisch wertvollen Spielen belohnt.

Alle Inhalte sind kindgerecht in die Story der Rakuns eingebettet. Auf diese Weise lernen die Kinder den kompetenten und kritischen Umgang mit Medien und erweitern dadurch neben der technischen Handhabungskompetenz ihre Medienkompetenz. Diese ist angesichts der technologischen, gesellschafts- und bildungspolitischen Veränderungen von großer Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler qualifizieren sich zu regelrechten „Gesundheitsprofis“.

Interessierte Familien erhalten im Netz unter der Rubrik „Eltern“ Informationen zu den im Unterricht behandelten Gesundheitsthemen und werden auf diese Weise intensiv in das Projekt eingebunden. Darüber hinaus finden sie alltagstaugliche Tipps zur einfachen Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils in der Familie.

Plädoyer für gemeinsame Mahlzeiten

Mit Nachdruck wird im Rakuns-Projekt zum Beispiel auf die wichtige Rolle von gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie hingewiesen. In der Rubrik „Eltern“ heißt es dazu: „Regelmäßige Mahlzeiten strukturieren den Familienalltag und sind eine gute Voraussetzung, um in der Schule fit, aufmerksam und ausgeglichen zu sein. Ideal sind drei Hauptmahlzeiten und zwei leichte Zwischenmahlzeiten am Vor- und Nachmittag.

Gemeinsame Mahlzeiten am gedeckten Tisch geben die Möglichkeit, sich auszutauschen und in Ruhe zu genießen. Volle Stundenpläne und flexible Arbeitszeiten machen die Umsetzung im Alltag jedoch oft schwer. Mit etwas Organisation gelingt es Ihnen aber bestimmt, nicht nur an Wochenenden, sondern auch innerhalb der Woche im Kreis der Familie zu essen – zumindest morgens und abends“.

Professor Dr. Berthold Koletzko begründet diese Empfehlung mit den bedenklichen Essensgewohnheiten, die auch in Deutschland immer mehr um sich greifen: „Die gemeinsamen Mahlzeiten der Familie werden zunehmend durch einsames Futtern nach Bedarf abgelöst. Allein essende Kinder haben jedoch viel öfter Fertiggerichte und Fastfood mit ungünstiger Zusammensetzung auf dem Teller als Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern essen. Viele Kinder konsumieren in der Schule, in der Freizeit und beim Fernsehen „nur so nebenbei“ energiereiche Snacks. Der soziale Kontext, die kulturellen Traditionen und der geregelte Rhythmus von Mahlzeiten gehen zunehmend verloren, gleichzeitig wächst die Gefahr, dass mehr gegessen wird, als einem gut tut“.

Reichlich trinken – aber richtig!

water-25193_150Um den Durst gesund zu löschen, empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Akzeptabel seien auch mit Wasser stark verdünnte Fruchtsäfte im Verhältnis ein Teil Saft auf drei Teile Wasser. Professor Koletzko: „Kinder sollten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch trinken. Gesunde Kinder zwischen vier und zehn Jahren brauchen zusätzlich zur ausgewogenen festen Kost etwa einen Liter Flüssigkeit pro Tag“.

An der Umsetzung des Projekts Die Rakuns“ als interaktives Bildungsportal sind mehrere Partner beteiligt. Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Departement für Pädagogik und Rehabilitation der Universität München, der Aktion Rückenwirbel e.V., der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) und Serviceplan, Gruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG.

Professor Koletzko: „Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Rakuns in den Schulen Deutschlands schon bald etablieren und einen festen Platz in der Gesundheitsbildung einnehmen werden“.

Weitere Informationen unter: http://www.rakuns.de

Quelle: Stiftung Kindergesundheit
Internet: www.kindergesundheit.de

 

Bilder:Stiftung Kindergesundheit &  Pixabay – Lizenz: Public Domain

mzt




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