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11.11.2013   |   Familie & Erziehung

Spracherwerb: Kinder zwischen zwei und vier Jahren besonders empfänglich


Studie: Zwischen zwei und vier Jahren sind Kinder besonders empfänglich für Spracherwerb

Laut englischen und amerikanischen Forschern ist der Spracheinfluss bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren besonders bedeutsam. Denn in dieser Zeit festigen sich Strukturen im Gehirn, die für das Erlernen eines Wortschatzes und einer Sprache verantwortlich sind. Dies erklärt auch, warum kleine Kinder so gut zwei Sprachen gleichzeitig erlernen können.

 Studie: Zwischen zwei und vier Jahren sind Kinder besonders empfänglich für Spracherwerb

Die Wissenschaftler des King’s College in London und der Brown Universität in Rhode Island untersuchten 108 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren.

Gehirnstrukturen, wo Spracherwerb und -können lokalisiert sind, befinden sich meist in der linken Gehirnhälfte. Dort vermuteten die Experten auch Veränderungen beim Myelin, eine fetthaltige Gehirnsubstanz, die Nervenzellen ummantelt und für eine schnelle Verbreitung der Nervensignale im Gehirn sorgt. Doch das Myelin in der linken Gehirnhälfte war bei Kindern schon mit einem Jahr ausgebildet und nahm auch später nicht mehr zu. Dr. Jonathan O’Muircheartaigh und sein Kollege Professor Sean Deoni schließen daraus, dass Umweltfaktoren einen großen Einfluss auf die Sprachentwicklung haben. Sie hatten mithilfe eines speziellen MRI-Geräts die Formung von Myelin bei Kindern zwischen einem und sechs Jahren beobachtet. Babys werden mit wenig Myelin geboren, in den ersten Lebensjahren nimmt es aber rapide zu.

Gehirnregionen, die bei Kleinkindern zunächst für den Spracherwerb nicht wichtig waren, wurden bei älteren Kindern etwa mit Schulbeginn wieder aktiv. Sobald die Sprache komplexer wird und Kinder größere Redegewandtheit erlangen, nutzen sie verschiedene Gehirnregionen, um ihre Fähigkeiten zu vertiefen.

Die Forscher hoffen, dass ihre Studie die Grundlagen für weitere Forschungsarbeiten liefert, die sich mit Gehirnstrukturen bei Entwicklungsstörungen, wie Autismus, Dyslexie und ADHS befassen. Betroffene leiden bei diesen Störungen auch an bestimmten Sprachdefiziten.

Quellen: Press Release Brown University, EurekAlert!, BBC News

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Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain

mzt




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