Wunschkind trotz Rheuma – Mit Planung Schwangerschaftskomplikationen vermeiden

Berlin (09.10.2013). Weil Frauen mit Gelenkrheuma (Rheumatoide Arthritis) fast doppelt so häufig eine Frühgeburt erleiden oder Kinder mit sehr niedrigem Gewicht zur Welt bringen als gesunde Frauen, verzichten viele auf den Traum vom eigenen Nachwuchs. „Eine gezielte und frühe Umstellung der Medikation kann helfen, Komplikationen zu vermeiden“, so Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER GEK, anlässlich des Welt-Rheumatags am 12. Oktober.

schwanger-medikament

„Rheumapatientinnen sollten ihren Kinderwunsch zuallererst mit dem behandelnden Arzt besprechen und einen Zeitpunkt wählen, in dem sie weitgehend beschwerdefrei sind“, erklärt Heidi Günther. Denn nicht die Krankheit sei das Problem, sondern die Medikamente.

Das Antirheumatikum Methotrexat reguliert bei Rheumakranken als Gegenspieler der Folsäure das überaktive Immunsystem ­ beim Ungeborenen kann dies aber zu Fehlbildungen führen. Deshalb sollte es schon frühzeitig abgesetzt werden. Dies gilt übrigens auch für rheumakranke Männer mit Kinderwunsch. Auch der Einsatz anderer Medikamente sollte mit einem Arzt abgeklärt werden.

Weniger Symptome während der Schwangerschaft

Selbst ohne Medikamente verläuft die Schwangerschaft bei den meisten Frauen ohne Krankheitsschübe. Nach der Geburt kann sich der Zustand wieder verschlechtern. Günther rät deshalb: „Auch die Wiederaufnahme der Medikation sollte ärztlich abgeklärt sein, besonders bei Frauen, die ihr Kind stillen möchten.“ Die Ursachen für Rheuma sind nicht abschließend geklärt. Obwohl auch genetische Gründe vermutet werden, bringen viele betroffenen Frauen gesunde Kinder zur Welt.

Die BARMER GEK bietet neben der regulären Schwangerschaftsvorsorge das Telefoncoaching „Ich werde Mama“ an, bei dem werdende Mütter ihre Fragen mit einem qualifizierten Ansprechpartner besprechen können. Ausführliche Informationen dazu gibt es im Internet unter www.barmer-gek.de/132231

Quelle:
Presseabteilung der BARMER GEK
Internet: www.barmer-gek.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain

CleanKids bei Facebook

mzt

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.