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14.10.2013   |   Allgemein

Warnung vor CO-Pipelines: Kinder werden bei Unfällen zu den ersten Opfern gehören


Kinder- und Jugendärzte warnen vor CO-Pipelines: Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser liegen in der vom TÜV angegebenen Todeszone. Dies ist nach Ansicht der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte unverantwortlich.

Nach dem schweren Zwischenfall im Brunsbütteler Bayerwerk, bei dem Kohlenmonoxid austrat und mehrere Menschen bewusstlos und verletzt wurden, appellieren die nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte an die Politik, das Projekt CO-Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen zu stoppen.

pipeline

„Kinder werden zu den ersten Opfern gehören, wenn ein Unfall passiert. Und wir Kinder- und Jugendärzte werden ihnen nicht helfen können,“ so Dr. Gottfried Arnold, Sprecher der Initiative der Kinder- und Jugendärzte gegen die CO-Pipeline. „Kohlenmonoxid ist hochgiftig – für Kinder noch mehr als für Erwachsene. Zudem ist das Gas farb-, geruch- und geschmacklos. Bis es erkannt wird, kommt meist jede Hilfe zu spät. Denn bei Kindern reicht schon eine winzige Menge Kohlenmonoxid, um sie zu töten – weniger als in ein Schnapsglas passt.  Selbst wenn sie zunächst nur bewusstlos werden und aus der Todeszone herausgebracht werden, müssen sie mit schweren Folgeschäden rechnen: sauerstoffempfindliche Organe wie Gehirn und Herz werden geschädigt. Auch Wochen nach erfolgreicher Behandlung können noch schwere Hirnschäden mit Persönlichkeitsveränderungen u.a. auftreten.
 
Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser liegen in der vom TÜV angegebenen Todeszone. Dies ist nach Ansicht der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte unverantwortlich. Arnold: „Damit werden Kinder bei einem Unfall, etwa einem Leck in der Leitung, mit zu der größten Opfergruppe gehören.“ 

Der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ Nordrhein) appelliert daher an Bayer und an die Bezirksregierung, das Projekt CO-Pipeline zu stoppen.

Dr. Thomas Fischbach, Vorsitzender des BVKJ Nordrhein: „Wir sprechen für Tausende von jungen Patienten und Patienteneltern: CO-Pipeline darf nicht gebaut werden! Die Erörterung zur CO-Pipeline am 5.11.2013 in der Grugahalle ist ein guter Termin, das Projekt endlich zu begraben.“

INFO-Kästen
 
So wirkt das Gas

CO-Menge 1 Atemzug Bewusstlosigkeit Tod
Erwachsener ca. 500ml ca. 30ml ca.100 ml
Kind 20 kg ca. 140ml ca. 9ml ca. 30 ml
Kind 10 kg ca. 70ml ca. 4ml ca. 14 ml
Alarmsysteme untere Nachweisgrenze Messhäufigkeit
LEOS 100 l/Std,* einmal in 20-30Std.
Massen-Bilanz 40.000l/Std. kontinuierlich

*  d.h. 99l CO/Std. können zeitlich unbegrenzt unbemerkt ausströmen
 
 
So nah strömt das Gas an Einrichtungen für Kinder und Krankhäusern vorbei

Todeszone laut TÜV 2006: 590 m bei 13,5 bar  bzw. 1500 m bei 40 bar

Hilden  
Grundschule 200m
Kindergärten /Kita 280-300m
Sportanlage 300m
Schwimmbad 450m
Schulzentrum 500-600m (zeitweise > 3200 Schüler u. Lehrer)
weitere Schulen 500m
Krankenhaus 700m
Düsseldorf  
Kindergarten ca. 250m
Duisburg  
Schule 10m ca. 800 Schüler und Lehrer/innen
Kindergarten 10m ca. 30 Kinder und Erzieher/innen
Krankenhaus 900m
Langenfeld  
Krankenhaus 700m
Monheim  
Kindergärten 80m/100m/350m

  
(regine hauch)

Düsseldorf, Oktober 2013

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

 

mzt




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