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30.9.2013   |   Familie & Erziehung - Schule & Kindergarten

Trennungsangst oder „Schulunlust“?


Fast alle Kinder sind aufgeregt, wenn der erste Schultag sich nähert. Doch manche Kinder fürchten sich besonders davor, von ihren Eltern und Angehörigen getrennt zu werden.

sad-72217_640Diese überwältigende Angst kann ein Anzeichen von Trennungsangst sein. Etwa 5 bis 7% der Schulkinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren unter einer solchen Trennungsangst. In schweren Fällen kann dies die schulische Laufbahn und die sozialen Kontakte zu anderen Kindern stark beeinträchtigen, erklärt Prof. John Walkup, Direktor den Medizinischen Zentrums New York-Presbyterian/Weill Cornell. Führe Erkennung und Behandlung sind laut seiner Erfahrung der beste Weg, um eine vollständige Heilung zu erreichen.

Bestimmte Verhaltensweisen können auf Trennungsangst beim Kind hinweisen:

Das Kind hat Angst, dass etwas Schlimmes passiert, während es von den Eltern getrennt ist. Diese Angst kann auftreten, wenn das Kind sich auf dem Weg zur Schule macht, wenn die Eltern zur Arbeit gehen oder das Haus für eine Veranstaltung oder ein Essen verlassen.

Das Kind weigert sich, zur Schule zu gehen. Wenn Vater oder Mutter es bei der Schule absetzen, ist das mit vielen Tränen, sogar mit Tobsuchtsanfällen verbunden oder endet in der kompletten Verweigerung des Kindes, zur Schule zu gehen.

Das Kind hat Probleme sich auf seine Schularbeiten zu konzentrieren.

Das Kind meidet Aktivitäten, die nicht zuhause stattfinden.

Das Kind hat Schwierigkeiten, ohne eine Bezugsperson einzuschlafen, und kommt öfters in der Nacht zu den Eltern. Manchmal hat es auch Albträume, in denen es um das Verlassen des Zuhauses oder Trennung von den Eltern geht.

Das Kind klagt häufig über körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, hat Angst davor, sich zu verschlucken oder übergeben zu müssen. Es hat Schwierigkeiten zu schlucken, insbesondere bei Tabletten und Kapseln. Es leidet morgens vor der Schule unter Bauchschmerzen. In der Schule kann es ebenso über gesundheitliche Probleme klagen, um nach Hause kommen zu können.

Halten die Probleme an, auch wenn Eltern und Schulpersonal verschiedene Maßnahmen ergreifen, um dem Kind den Aufenthalt in den Klassenräumen zu erleichtern, dann sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt konsultieren. Es gibt verschiedene erwiesene Methoden, um Trennungsangst zu behandeln, wie z.B. kognitive Verhaltenstherapie – bei Bedarf auch in Kombination mit Medikamenten. Diese Maßnahmen sind für betroffene Kinder sehr wichtig, um nicht in ihrer schulischen Laufbahn und im Kontakt zu anderen Kindern unnötig eingeschränkt zu sein.

Quellen: MNT, New York-Presbyterian Hospital Press Release

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

mzt




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