CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

30.9.2013   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Medikamente in der Schwangerschaft?


Neuer TK-Service informiert – Schwangere Frauen sind oft verunsichert, wenn es um Medikamente geht: Welche Arznei darf ich noch einnehmen? Kann der Wirkstoff meinem Baby schaden? Unsicherheit herrscht häufig auch bei Ärzten und Apothekern.

Medikamente in der Schwangerschaft?

Daher hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Kooperation mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie (PVZ) an der Berliner Charité ein neues Angebot entwickelt: Die unabhängigen Experten haben wissenschaftlich fundierte Informationen zu rund 1.500 Medikamenten zusammengestellt, nach denen Frauen, Ärzte und Apotheker besonders häufig fragen und die für Mutter und Kind möglicherweise bedenklich sind. Ab sofort sind diese Hinweise zum Arzneimitteleinsatz in Schwangerschaft und Stillzeit online auf www.tk.de abrufbar (Webcode 098804).

„Die Informationen helfen, mögliche Risiken besser einzuschätzen“, sagt Thomas Widmann, Arzneimittelexperte der TK. „Sie sollen Schwangeren mehr Sicherheit geben, wenn ein Arzneimittel medizinisch erforderlich ist.“ Wer TK-versichert ist, erhält die Informationen auf Wunsch auch individuell, und zwar über die TK-Versicherteninformation Arzneimittel (TK-ViA). Die TK-ViA listet sämtliche Präparate auf, die eine Versicherte in den vergangenen zwei Jahren auf Kassenrezept in der Apotheke erhalten hat und hebt auf Wunsch die potenziell kritischen Medikamente hervor. „Die Patientin kann mit dieser Information ihren Arzt auf mögliche Alternativen ansprechen“, erklärt Widmann. Empfehlenswert ist das insbesondere für chronisch kranke Frauen, die dauerhaft Tabletten oder Tropfen einnehmen müssen.

Dr. Christof Schaefer, ärztlicher Leiter des PVZ : „Vielfach wird angenommen, dass in der Schwangerschaft jedes Medikament ein Risiko darstellt. Dabei können wir für die meisten Fälle erprobte Präparate empfehlen, die nach heutigem Wissen keine Gefahr für das ungeborene Kind darstellen.“ Das gilt zum Beispiel bei Schmerzen, Bluthochdruck oder auch Depressionen. Die Patientin müsse ihre Beschwerden daher im Fall der Fälle nicht einfach „aushalten“ – zumal sich viele Leiden unbehandelt verschlimmern könnten. Beispielsweise kann eine schwere Allergie, die nicht therapiert wird, zu einem Bronchialasthma führen, das nicht nur die kranke Schwangere erheblich belastet, sondern auch die optimale Sauerstoffversorgung des Babys im Mutterleib gefährden kann.

In der Online-Übersicht sind akzeptable Mittel gegen akute Leiden wie schwere Erkältungen oder bakterielle Infekte, aber auch chronische Beschwerden wie Bluthochdruck und Migräne aufgeführt. Gesucht werden kann nach Krankheitsbild und auch nach Wirkstoff. „Die Übersicht ersetzt jedoch nicht den Arztbesuch. Werdende Mütter sollten Medikamente – auch freiverkäufliche Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel – grundsätzlich nur in Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden“, rät Widmann von der TK.

Das PVZ bezieht in seine Bewertungen ausschließlich wissenschaftliche Erkenntnisse ein. Dazu gehören Fallberichte, zusammenfassende Fallserien und Beobachtungsstudien. Diese werden weltweit – auch vom PVZ – durchgeführt und international veröffentlicht. Auf dieser Basis bewerten die Wissenschaftler die Wirkstoffe.

Unsicherheiten bei der Medikamenteneinnahme können dazu führen, dass Risiken unterschätzt, aber auch überschätzt werden. Schaefer: „Wir beobachten immer wieder, dass Frauen die Therapie dann vorzeitig abbrechen. Auch kann es zu Überreaktionen nach der Einnahme eines nur scheinbar riskanten Mittels kommen bis dahin, dass eine gewünschte und intakte Schwangerschaft abgebrochen wird. Auf der anderen Seite kann ein risikobehaftetes Medikament selbstverständlich Gefahren für die Schwangerschaft oder das Ungeborene bedeuten. Mit unseren Informationen wollen wir die Risiken für Mutter und Kind verringern.“

Zum Hintergrund

Die Techniker Krankenkasse (TK) kooperiert mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie (PVZ) an der Berliner Charité. Das Institut ist öffentlich gefördert und nicht von Privatunternehmen abhängig. Es forscht seit 25 Jahren zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schwangerschaft und Stillzeit. Zudem pflegen die Wissenschaftler die internetbasierte Datenbank www.embryotox.de

Quelle:
Techniker Krankenkasse (TK)
Internet: http://www.tk.de/

mzt




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse