CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

02.9.2013   |   Gesundheit

Neugeborene haben ein erhöhtes Risiko für RSV-Erkrankungen


Respiratory-Syncytial-Virus

Für Kleinkinder stellen die sogenannten RS-Viren (abgekürzt aus dem Englischen respiratory syncytial virus) mit die gefährlichsten Erreger von Atemwegsinfekten dar. Laut einer amerikanischen Studie haben Kinder unter zwei Monaten das höchste Risiko aufgrund einer RSV-Infektion ins Krankenhaus zu müssen. Sie machen etwa 44% aller Patienten dort mit RSV-Infektionen aus. Nur 36% aller Kinder, deren RSV-Infektion stationär behandelt werden muss, sind älter als fünf Monate.

babyweint

Bei Kindern unter zwei Jahren – die Altersgruppe mit dem größten Erkrankungsrisiko – mussten ein Monat alte Kinder am häufigsten ins Krankenhaus eingeliefert werden (25,9 pro 1.000), gleich gefolgt von den Kindern im Alter von zwei Monaten (14,3 pro 1.000) und Säuglingen unter einem Monat (13,5 pro 1.000). Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Geoffrey Weinberg von der Universität von Rochester in New York und seine Kollegen. Sie veröffentlichten ihre Arbeit in Pediatrics. Demnach waren die meisten Krankenhausaufeinweisungen (73%) im Dezember, Januar, und Februar erforderlich.

Bedenkt man die hohe Krankheitslast durch RS-Viren auch bei vorher völlig gesunden kleinen Kindern, so sollte nach Vorsorgemaßnahmen gesucht werden, um diese zu vermeiden, so die Mitverfasserin Dr. Katherine Poehling vom Wake Forest Baptist Medical Center in einem Interview.

Die Forscher werteten die Daten von 2.149 Kindern, die jünger als 2 Jahre waren und aufgrund akuten Atemwegsinfektionen ins Krankenhaus mussten (zwischen 2000 und 2005) aus. 26% hatten eine im Labor bestätigte RSV-Infektion.

Quellen: MedpageToday, Pediatrics

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Hintergrund

Bei Kleinkindern und vor allem bei Säuglingen kommt es häufig zu schwereren Verläufen, die gerade bei Säuglingen eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erfordern können.

Eine RSV-Infektion beim Säugling äußert sich mit Symptomen wie Fieber von 38 bis 39,5 °C, laufender Nase, Husten und Atembeschwerden. Durch die behinderte Atmung wird das Trinken erschwert und der Patient zeigt deshalb häufig auch Trinkschwäche.
Auf Grund der engen und kurzen Atemwege werden häufig die Bronchien und Bronchiolen in Mitleidenschaft gezogen – es kann zu einer Bronchiolitis kommen, was die Sauerstoffaufnahme behindern kann. Anzeichen für eine ungenügende Sauerstoffsättigung im Blut sind Blässe, bläuliche Färbung der Lippen oder Fingernägel (Zyanose), Einziehungen unterhalb des Rippenbogens (subcostal) und zwischen den Rippen (intercostal) und schnellere Atmung (Tachypnoe) mit Nasenflügeln. Dehydratation gilt auch als Anzeichen für einen ernsten Zustand.

Im Krankenhaus wird der Patient permanent überwacht, um bei Verschlechterung des Zustandes sofort Maßnahmen ergreifen zu können. Sauerstoffsättigung und Trinkmenge sind die wichtigsten Indikatoren. Gegebenenfalls werden auch EKG und Atemfrequenz überwacht. Bei ungenügender Sauerstoffsättigung wird Sauerstoff gegeben, in schweren Fällen mittels Druckbeatmung. Trinkt der Patient ungenügend, kann der Einsatz einer Magensonde notwendig werden, um eine Dehydratation zu verhindern.
Während des 1. Lebensjahres haben 40–70 % und bis zum Ende des 2. Jahres nahezu alle Kinder einmal die Erkrankung durchgemacht. Dies schützt zwar nicht vor erneuter Ansteckung aber der Krankheitsverlauf wird dadurch weniger stark als bei Erstinfektion.

Von den Erstinfektionen verlaufen ca. 2 % mit so ausgeprägten Symptomen, dass es zu einer Hospitalisation kommt. Bei den hospitalisierten Fällen liegt die Todesrate bei etwa 1,7 %. In England wurde der Krankheitsverlauf von 2009 Kindern verfolgt, die wegen RSV-Infektion hospitalisiert wurden, von diesen verstarben letztlich 35. Als Risikofaktoren für einen besonders schweren Verlauf mit tödlichem Ausgang wurden hierbei vor allem bereits vorher bestehende Erkrankungen sowie nosokomiale Infektion mit RSV entdeckt.

Bei 5 % der erkrankten Kinder kommt es im Verlauf der Erkrankung zum Pseudokrupp.
Eine Infektion mit RSV gilt bei Säuglingen als Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod (SIDS).

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Respiratory-Syncytial-Virus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

mzt




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse