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29.8.2013   |   Familie & Erziehung

ÖAMTC: Eltern müssen Vorbild sein – Verkehrserziehung benötigt Zeit

„Gerade in der Verkehrserziehung sollen Eltern, aber auch andere Erwachsene, Vorbilder für Kinder sein“, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. „Heranwachsende beobachten das Verhalten der Großen und ahmen es später bewusst oder unbewusst nach.“

ÖAMTC: Eltern müssen Vorbild sein - Verkehrserziehung benötigt ZeitDass die notwendige Vorbildwirkung aber oft zu wünschen übrig lässt, erfährt der ÖAMTC immer wieder von den Kindern selber.

Die Zitate, die ÖAMTC-Mitarbeiter im Zuge der Verkehrssicherheitsaktionen „Blick und Klick“, „Hallo Auto“ und „Das kleine Straßen 1×1“ in Kindergärten und Volksschulen gesammelt haben, stellen Erwachsenen kein gutes Zeugnis aus.

* „Wenn wir bei der Ampel stehen und es ist rot und es kommt kein Auto, dann gehen wir meistens rüber, weil die, die stehenbleiben und warten, sind Weicheier, sagt der Papa.“

* „Der Papa schimpft über die Sonntagsfahrer und dann überholt er oft so, dass ich mich fürchte.“

* „Die Mama sagt, wenn wir nur eine kurze Strecke fahren, brauchen wir uns nicht anschnallen.“

* „Ich hab nur einen Kindersitz im Auto von der Mama, und wenn ich mit dem Papa mitfahre, hab ich nur den Gurt.“

* „Wenn ich mit Opa und Oma mitfahre, hab ich keinen Kindersitz.“

* „Der Papa sagt, ich brauch nur einen Kindersitz, wenn ich vorne sitze. Hinten brauch ich nur den Gurt.“

* „Wenn der Papa die Polizei sieht, dann schnallt er sich sofort an und sagt, wir müssen uns auch alle ganz schnell anschnallen.

„Wenn Eltern ihren Kindern Verhaltensmuster vorleben, die für sie tödlich sein könnten, ist das verantwortungslos“, ärgert sich die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Kindern richtiges Verhalten im Straßenverkehr vorzuleben benötigt in erster Linie Zeit – Zeit, die sich leicht einplanen lässt. „Man sollte bereits in der Früh darauf achten, über einen ausreichenden Zeitpolster zu verfügen“, rät Seidenberger. „Dann können die Kinder im Auto ordnungsgemäß angeschnallt oder der sicherste anstatt des kürzesten Schulwegs gewählt werden.“

Unterläuft trotz aller Umsicht einem Elternteil einmal eine Unachtsamkeit im Straßenverkehr, so helfen keine Ausreden. „Es schadet nicht, wenn man auch gegenüber Kindern zu seinen Fehlern steht“, erklärt die ÖAMTC-Expertin. „Ganz im Gegenteil. Es stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes und hilft ihm auch, sich gegenüber anderen zu behaupten, die sich nicht korrekt verhalten.“

Quelle:
ÖAMTC – www.oeamtc.at

mzt




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