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27.8.2013   |   Gesundheit

Überlastungsschäden: Kinder und Jugendliche im Sport nicht übertrainieren


Kinderchirurgen warnen vor Überlastungsschäden

Düsseldorf – Verletzungen beim Sport sind bei Kindern und Jugendlichen einer der Hauptgründe, einen Arzt aufzusuchen. Bis zur Hälfte aller Schäden durch Sport sind Folge von zu viel und zu intensivem Training. Gerade in der Wachstumsphase kann Überlastung dauerhafte Folgen haben, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH). Experten diskutieren Ursachen, kindgerechte Behandlungskonzepte und Vorbeugung von Überlastungsschäden auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 51. Herbsttagung der DGKCH am Freitag, dem 13. September 2013 von 11.00 bis 12.00 Uhr im CCD, Düsseldorf.

Überlastungsschäden: Kinder und Jugendliche im Sport nicht übertrainieren Brüche, Zerrungen und Prellungen sind bei Kindern und Jugendlichen häufige Folge von Sport. Aber auch bleibende Schäden wie verformte Füße, Schultern und Gelenke, Wachstumsstörungen oder Wirbelgleiten gehen auf das Konto übermäßiger körperlicher Betätigung. „Gerade in der Pubertät macht der Körper einen erneuten deutlichen Wachstumsschub“, erläutert Professor Dr. med. Peter Schmittenbecher, Direktor der Kinderchirurgischen Klinik am Klinikum Karlsruhe: „In dieser Phase reagieren die Gewebe besonders empfindlich auf übermäßige Belastung.“ Dies gelte beim Sport vor allem dann, wenn ausreichende Ruhe- und Erholungszeiten fehlen.

Besonders die Wachstumsfugen und die noch im Wachstum befindlichen unausgereiften Knochen, Gelenke und Sehnen seien gefährdet. Sind die Beanspruchungen zu hoch, führe das zu vielen kleinen, für das Auge nicht sichtbaren Verletzungen, sogenannten mikrotraumatischen Überlastungsverletzungen. In der Folge drohen Brüche, chronische Sehnenentzündungen bis hin zu verformten Knochen, all das begleitet von anhaltenden Schmerzen. Besonders gefährdet, so Schmittenbecher, seien junge Turner, Schwimmer und Langstreckenläufer. Aber auch jede andere Sportart, die in dieser Phase im Übermaß und ohne Ausgleich betrieben werde, berge dieses Risiko in sich.

„Sport im Kindesalter ist für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar“, sagt Professor Schmittenbecher. Aber auf das richtige Maß komme es an. „Kein Übertraining für Kinder bis zum Abschluss der pubertären Wachstumsphase“, fordert deshalb der Vertreter der DGKCH. Zudem sei eine frühzeitige Spezialisierung auf eine Sportart zu vermeiden. „Wichtig ist ein altersgerechter, abwechslungsreicher Trainingsaufbau mit ausreichend Aufwärm- und Ruhezeiten.“ Mindestens zwei Ruhetage pro Woche und höchstens drei bis vier Stunden Training pro Tag sollten es sein, so der Experte. Und auch das Umfeld müsse stimmen: Kinder sollten mit passenden Turnschuhen von guter Qualität und falls nötig Gelenkschutz und Helm ausgerüstet sein. Außerdem sollten sie auf orthopädisch geeignetem Untergrund wie gedämpften Hallenböden trainieren. Zu viel Ehrgeiz von Seiten der Trainer und Eltern schade nur: „Die meisten Kinder sind von Natur aus nicht zum Ausnahmeathleten gemacht. Für den Versuch, dies zu erzwingen, zahlt ihr Körper einen hohen Preis.“

Welche Sportarten bei Kindern und Jugendlichen Verletzungen und Sportschäden nach sich ziehen, diskutieren Experten auf der Pressekonferenz der DGKCH am Freitag, dem 13. September 2013 von 11.00 bis 12.00 Uhr im CCD, Düsseldorf. Sie erörtern auch, welche modernen, kindgerechten Behandlungskonzepte es für Knochenbrüche und Bänderrisse gibt – von Physiotherapie bis zur Schlüsselloch-Operation.

Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
Internet: www.dgkch.de

mzt




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