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25.8.2013   |   Gesundheit - Verbraucher

Giftiges Benzol in Anti-Haft-Pfannen nachgewiesen


Die Analyse wies bei einem Pfannen-Modell Benzol in einer Konzentration nach, die bei mehr als dem 625-fachen des in Deutschland gebräuchlichen Orientierungswertes für Innenräume lag.

Montag, 26. August, 20.15 Uhr, NDR Fernsehen

Pfannen mit Anti-Haft-Beschichtung können giftiges Benzol in bedenklicher Konzentration in die Umgebungsluft abgeben. Dies hat eine Untersuchung im Auftrag des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins „Markt“ vom NDR Fernsehen ergeben.

pfanne

Dabei hat das mit der Prüfung betraute Labor für Umwelt- und Produktanalytik der DEKRA fabrikneue, direkt aus der Verpackung entnommene Anti-Haft-Pfannen auf einem handelsüblichen Haushaltsherd stark erhitzt. Die anschließende Analyse wies bei einem Pfannen-Modell Benzol in einer Konzentration nach, die bei mehr als dem 625-fachen des in Deutschland gebräuchlichen Orientierungswertes für Innenräume lag. Auch bei zwei weiteren Produkten stieß das DEKRA-Labor auf bedenkliche Benzolwerte. Insgesamt wurden drei Anti-Haft-Modelle namhafter Hersteller und Händler untersucht.

Pfanne Ernesto von Lidl (Hersteller unbekannt) – 130 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft

Ikea-Pfanne Kavalkad (Hersteller unbekannt) – 490 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft

Pfanne Bratprofi von Poco Domäne (Hersteller ELO) – 2.500 Mikrogramm Benzol pro Kubikmeter Luft

Der Orientierungswert liegt bei vier Mikrogramm

Benzol kann nachweislich zu schweren gesundheitlichen Schäden wie etwa Krebs führen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es für Benzol keinen unbedenklichen Wert. Sie hält es deshalb für angebracht, die Innenraumkonzentration weitgehend zu reduzieren. Toxikologen mahnen beim Benzol ein generelles Minimierungsgebot an.

Sämtliche mit den „Markt“-Recherchen konfrontierten Hersteller und Händler der Pfannen sehen nicht, dass von ihren Produkten eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgehen könne. Immerhin zwei Händler räumten „Markt“ gegenüber jedoch ein, dass bei einer Überhitzung der von ihnen vertriebenen Anti-Haft-Pfannen der Austritt von Benzol möglich sei. Zwar wird in deren Gebrauchsanleitungen vor zu starker Erhitzung in leerem Zustand gewarnt – ein Hinweis auf das dabei freigesetzte Benzol ist jedoch nicht vorhanden. Bei der dritten untersuchten Pfanne fehlt jegliche Warnung vor einer Überhitzung des Produkts.

Mehr zum Thema der Sendung „Markt“
http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/haushalt_wohnen/pfannen107.html

Quelle:
NDR Presse und Information
www.ndr.de

mzt




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