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11.8.2013   |   Freizeit und Urlaub

Vorsicht bei Lebensmitteln auf der Kirmes


TÜV Rheinland empfiehlt, sich die Essens- und Getränkebuden vor dem Verzehr genau anzusehen, damit der Gewinn an der Losbude das einzige ‚Souvenir‘ bleibt, welches man vom Kirmesbesuch mit nach Hause nimmt.

Pünktlich zur Sommerzeit locken Kirmes und Jahrmarkt zahlreiche Besucher an. Neben dem rasanten Fahrspaß gehört zum traditionellen Kirmesbesuch natürlich auch die Verköstigung des einen oder anderen Jahrmarkt-Schmankerls. Denn was wäre die Kirmes ohne Backfisch, Fischbrötchen, Reibekuchen, Bratwurst und Softeis. Dennoch gilt es, sich die Essens- und Getränkebuden vor dem Verzehr genau anzusehen, damit der Gewinn an der Losbude das einzige ‚Souvenir‘ bleibt, welches man vom Kirmesbesuch mit nach Hause nimmt.

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Genauer Blick bei in Fett gebackenen Speisen

„Generell sollte man sich vor dem Kauf der Speisen ein genaues Bild der Essensstände machen“, weiß Melanie Bauermann, Lebensmittel-Expertin der TÜV Rheinland FoodCert Alliance. „Schauen Sie den Verkäufern ruhig einen Moment über die Schulter, um zu beurteilen, ob hier auch wirklich hygienisch gearbeitet wird. Schalten sie alle ihre Sinne ein und lassen sie sich nicht nur vom Hungergefühl leiten“. Erste Indikatoren für ein hygienisch sauberes Arbeiten sind unter anderem gereinigte Arbeitsflächen und Kochutensilien, richtige Kühlung und einwandfreier Zustand der Zutaten sowie Mitarbeiter, die sich regelmäßig die Hände unter fließendem Wasser waschen. Es ist ratsam, seine Speisen an Buden zu kaufen, an denen reger Andrang herrscht. An diesen bleiben die Lebensmittel nicht lange liegen, sondern werden direkt nach der Zubereitung verkauft. Das verringert die Gefahr, dass sich bei einer überschrittenen Lagerfrist Keime in den Lebensmitteln vermehren können.

Auch sollte man bei Speisen, die frittiert werden, das Fett genauer unter die Lupe nehmen, um sicherzustellen, dass es nicht ranzig ist. Um dieser Gefahr vorzubeugen muss das Fett regelmäßig gewechselt werden. „Altes Fett kann zu Magen-Verstimmungen führen“, berichtet Bauermann. „Bei Buden mit viel Andrang sollte das Fett täglich gewechselt werden, um eine gleichbleibende Qualität der Speisen sicherzustellen. Wenn sich der Kirmesbesucher unsicher ist, kann er die Mitarbeiter des Essensstand befragen, wann das Fett das letzte Mal gewechselt wurde“. Auch die Zubereitung der Speisen sollten sich die Kirmesbesucher genauer ansehen: So dürfen beispielsweise stärkehaltige Lebensmittel wie Pommes oder Bratkartoffeln nicht zu lange gebacken werden, da sonst der Acrylamidgehalt in den Speisen über den erlaubten Signalwert ansteigt.

Bitte schön durchgebraten

Bei Fleischspeisen sollten die Käufer immer darauf achten, dass das Fleisch richtig durchgebraten ist, so dass Keime im Fleisch abgetötet wurden. Aber auch verkohlte Steaks und Würstchen sollten nicht verzehrt werden, da sich dabei krebserregende Substanzen gebildet haben könnten. Weiterhin sollte man sich die Ordnung auf dem Grill genau ansehen, um sicherzustellen, dass rohes und fertig gegrilltes Fleisch getrennt auf dem Grill aufbewahrt werden.

Ähnliches gilt für Gemüsepfannen:
Hier ist es wichtig, dass die Gemüsesorten gut durcherhitzt sind, damit sich keine krankheitserregenden Keime, wie beispielsweise E.coli, in den Lebensmitteln befinden. Auch das süße Softeis zur Nachspeise bietet Bakterien ausreichend Nährboden, wenn die Geräte nicht ordentlich gereinigt werden. „Durch den hohen Protein- und Zuckergehaltes des Softeis bieten Softeismaschinen einen idealen Nährboden für Keime“, erklärt die TÜV Rheinland-Expertin. „Werden die Maschinen nicht ordentlich gereinigt oder während des Gebrauchs nicht ausreichend gekühlt, kann es zu einer bakteriellen Kontamination des Eis kommen“.

Keimgefahr lauert in den Leitungen

Auch bei den Getränken sollten die Kirmesbesucher einen genauen Blick auf die Hygiene werfen. „Oftmals befinden sich in den Schankanlagen Keime, da diese nicht ausreichend gespült wurden. Entgegen der allgegenwärtigen Meinung reicht der Alkoholgehalt von Bier nicht aus, um die Keime abzutöten. Dies würde erst ab höheren Alkoholgehalten geschehen“, weiß Melanie Bauermann von der TÜV Rheinland FoodCert Alliance. „Durch eine unzureichende Reinigung der Schankanlangen kann es so beispielsweise zu einer Kontamination mit E.coli-Keimen kommen“.

Doch auch nicht ausreichend gereinigte Gläser können zu einer Keimübertragung führen, denn oftmals ist das Wasser in den Spülbecken nicht heiß genug, um Keime und Bakterien abzutöten. Dies geschieht erst ab Temperaturen von über 70°C. Durch verunreinigte Gläser können beispielsweise Herpes- oder Erkältungsviren von einer Person auf die nächste übertragen werden. Auch das bei Kindern beliebte Slush-Getränk kann eine Brutstätte von Keimen sein. Denn weder Leitungen noch Ausgüsse haben eine Kühlung, so dass sich hier Keime und Bakterien schnell vermehren können. Auch hier kann man bei den Mitarbeitern nachfragen, welche Hygiene- und Kühlmaßnahmen ergriffen werden, um eine Verunreinigung mit Keimen zu vermeiden.

Quelle:
TÜV Rheinland AG
Internet: www.de.tuv.com

mzt




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