CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

06.8.2013   |   Schwangerschaft & Baby

Gestose: Wasser und Salz helfen Schwangeren über die Hundstage


Von hundert Schwangeren entwickeln etwa fünf Frauen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft diese Symptome

Wer viel trinkt, sollte ausreichend Salz und Mineralstoffe zu sich nehmen. Auch Schwangere mit Bluthochdruck und Wasseransammlungen im Gewebe – sogenannten Ödemen – dürfen an Wasser und Salz nicht sparen.

Pregnant_woman2

Dies betont Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, angesichts der kommenden Hitzewelle, die sich bis weit in den August hineinziehen wird. „Normalerweise werden eine salzarme Ernährung und auch natriumarmes Mineralwasser bei hohem Blutdruck für sinnvoll gehalten“, so der Frauenarzt. „Aber das gilt nicht, wenn sich der Bluthochdruck und die Wassereinlagerungen erst während der Schwangerschaft entwickelt haben. Bei dieser Schwangerschaftskrankheit, im Fachausdruck Gestose genannt, wären der Verzicht auf Salz und eine Verringerung der Trinkmenge fatal und könnte der Schwangeren und ihrem Baby erheblichen Schaden zufügen.“

Von hundert Schwangeren entwickeln etwa fünf Frauen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft diese Symptome; manchmal deutet ein verstärkter Eiweißverlust im Urin auch auf eine Schädigung der Niere hin. Diese Frauen müssen mit besonderer Sorgfalt ärztlich betreut werden, denn es besteht die Gefahr, dass sich das Baby zu langsam entwickelt, dass es zu einer Frühgeburt kommt oder dass der Blutdruck unkontrolliert ansteigt bis hin zu einer lebensbedrohlichen Situation. Frühe Anzeichen für eine Verschlechterung der Situation sind Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen und Übelkeit. Der Bluthochdruck muss mit großer Vorsicht gesenkt werden. Hierfür dürfen nicht die allgemein üblichen, modernen Hochdruckmedikamente verwandt werden, weil sie das ungeborene Babys teilweise erheblich schädigen können; für die Behandlung des Bluthochdrucks in der Schwangerschaft stehen deshalb nur sehr wenige Arzneimittel zur Verfügung.

Wichtig ist es zudem, dass bei einem Schwangerschaftshochdruck auf jeden Fall eine Entbindung in der Klinik geplant wird. Denn gerade in den letzten Tagen und Stunden vor der Geburt kann sich die Lage unvorhergesehen und plötzlich so verschlechtern, dass nur ein sehr rascher Kaiserschnitt das Leben von Mutter und Kind retten kann. Nach der Entbindung verschwinden die Symptome dann meist innerhalb kurzer Zeit.

Bereits mehrere Wochen oder sogar Monate vor dem Auftreten der ersten Symptome entwickeln sich bereits typische Veränderungen in der Placenta. Darauf weisen einige wichtige internationale Studien hin. Diese Veränderungen lassen sich allenfalls mit dem Ultraschall oder durch einen Bluttest feststellen; wenn die Frauen in diesen Fällen dann über die gesamte Schwangerschaftdauer z.B. sehr niedrig dosiertes ASS einnehmen, kann in vielen Fällen die Entwicklung einer Gestose verhindert oder abgeschwächt werden. Sinnvoll könnte dieser Test in Zukunft vor allem für Schwangere mit einem hohen Erkrankungsrisiko werden: Frauen mit Übergewicht, mit Diabetes, mit Mehrlingsschwangerschaften, aber auch mit einer früheren Hochdruckerkrankung.

„Wenn eine Frau bereits einen Schwangerschaftshochdruck entwickelt hat, dann sollte sie sich vor allem schonen, sehr auf eine stressfreie Umgebung und auf ausreichenden Schlaf achten“, so Dr. Albring. „Weite Reisen sind dann nicht mehr empfehlenswert, denn bis heute treten immer wieder sogar Todesfälle auf, wenn Schwangere in einer schweren Blutdruckkrise nicht schnellstmöglich im Krankenhaus aufgenommen und behandelt werden.“

Quelle:
Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)
www.bvf.de

mzt




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse