Medienverhalten der Eltern färbt auf Kinder ab

Laut einer Studie mit 1550 Eltern und deren Kindern zwischen 5 und 17 Jahren beeinflusst das Medienverhalten der Eltern am stärksten, wie viel Zeit Kinder und Jugendliche vor dem Bildschirm verbringen – mehr noch als der Zugang zu den Geräten und die Regeln, die in der Familie aufgestellt wurden.

Medienverhalten der Eltern färbt auf Kinder ab

Bisherige Untersuchungen haben sich vornehmlich damit befasst, wie sich das Umfeld auf das Medienverhalten der Kinder auswirkt, wie z.B. frei zugängliche Fernseher, TV-Gerät im Kinderzimmer, Mahlzeiten vor dem laufendem Gerät, Regeln und Begrenzungen des Mediengebrauchs innerhalb der Familie. Dies Faktoren haben jedoch nur ein Drittel des Einflusses, wie das Medienverhalten der Eltern, so das Ergebnis der aktuellen Arbeit, die in der Augustausgabe der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde.

Demnach saßen Kinder für jede Stunde, die Eltern vor dem Fernseher verbrachten, selbst 23 Minuten vor der „Flimmerkiste“. Dabei war ein ähnliches Verhalten bei allen Altersgruppen zu beobachten. Zwar können Eltern über die Verfügbarkeit eines Fernsehers bzw. Computers die Bildschirmzeiten bei ihren Kindern gut einschränken, doch spielt die Vorbildrolle von Vater und Mutter eine weit bedeutendere Rolle, als bisher angenommen wurde, so die Autoren.

Quellen: MedpageToday, Pediatrics 

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de

mzt

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1 Antwort

  1. rr sagt:

    Das mit der Vorbildrolle ist ja eigentlich logisch und gilt in allen Lebensbereichen. Warum hätte das beim Fernsehen anders sein sollen? Heisst ja nicht umsonst „mit gutem Vorbild vorangehen“.

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