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17.7.2013   |   Ernährung - Gesundheit

Was hilft gegen Sodbrennen bei Kindern?

Sodbrennen bei Kindern, wie kann das sein, fragen sich viele Eltern. Eine ungesunde Lebensweise mit zu viel Nikotin und Alkohol sowie ein geschwächter Schließmuskel gelten bei Erwachsenen als Hauptauslöser für dieses Leiden. Auslöser, die man bei Kindern eigentlich ausschließen kann. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Es sind mehr Kinder betroffen, als man zunächst meint. Experten gehen von etwa sieben Prozent aus. Kinder leiden sehr stark unter den Symptomen von Sodbrennen und können diese oft nicht klar äußern. Es ist daher wichtig, die Symptome zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome und Ursachen

Sodbrennen bei Kindern

Sodbrennen bei Kindern – Bild: ilona75 @ crestock

Die Ursachen für Sodbrennen bei Kindern sind denen von Erwachsenen nicht unähnlich. In vielen Fällen ist eine ungesunde Ernährung der Auslöser. Oft fehlt den Eltern die Zeit, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Stattdessen landet viel zu oft Fast Food auf dem Mittagstisch. Ungesunde und kalorienreiche Mahlzeiten tun dem Magen nicht gut. Er produziert dann übermäßig viel Magensäure, was schließlich zu Sodbrennen führt.

Ernährung umstellen

Die Ursache von Sodbrennen bei Kindern liegt also häufig in der falschen Ernährung. Deshalb besteht der wichtigste Schritt darin, auf die Ernährung der Kinder zu achten. Eltern sollten die Mahlzeiten möglichst zucker- und fettfrei gestalten und auch frittierte und gebratene Speisen vermeiden. Folgende Lebensmittel können ebenfalls das Auftreten von Sodbrennen begünstigen:

  • Chilischoten
  • Curry
  • Pfeffer
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte

Auf den ersten Blick scheinen diese Speisen relativ harmlos zu sein, Erwachsene können sie ohne Bedenken zu sich nehmen. Kinder sollten sie hingegen selten genießen. Der Grund hierfür: Die Organe der Kinder befinden sich noch im Wachstum und sind noch nicht vollständig entwickelt. Ihr Magen reagiert empfindlicher auf die oben genannten Lebensmittel und produziert mehr Magensäure. Diese reizt dann auch die empfindliche Speiseröhre, wenn die Magensäure aufsteigt. Verzichtet das Kind auf diese Speisen, kommt es gar nicht erst zu dieser Reizung. 

Tipp: Frühstück, Mittagessen und Abendessen – ein ganz normaler Tag. Ernährungsexperten empfehlen von diesem traditionellen Speiseplan abzuweichen. Große Mahlzeiten begünstigen Sodbrennen, stattdessen sollten Kinder mehrere Mahlzeiten, über den Tag verteilt, zu sich nehmen. 

Schnelle Hilfe gegen Sodbrennen

Die Ernährung stellt man nicht von heute auf morgen um. Es ist ein langfristiger Prozess, der bereits beim Einkaufen der Lebensmittel beginnt. Eltern sollten Chips, Schokolade oder Pommes gar nicht erst kaufen. Statt Fruchtsäften oder Süßgetränken sollten Kinder, die unter Sodbrennen leiden, hauptsächlich Mineralwasser ohne Kohlensäure trinken. Nachdem man die Ernährung umgestellt hat, wird Sodbrennen immer seltener auftreten. Es kann in der Zeit der Umstellung jedoch gelegentlich noch auftreten. Welche Maßnahmen helfen dann gegen akutes Sodbrennen? 

Das einfachste Mittel ist schnell zubereitet: ein Glas lauwarmes Leitungswasser oder Mineralwasser. Anschließend sollte das Kind Bäuerchen machen, weil dies den Druck im Magen abbaut. Wenn das nicht hilft, können es Eltern auch mit einem Kräutertee probieren. Kinder werden das folgende Hausmittel lieben: Kaugummi kauen regt die Speichelproduktion an. Der zusätzliche Speichel hilft, die Magensäure zu neutralisieren. Natürlich sollten Eltern ihren Kindern einen zuckerfreien Kaugummi geben.

Wenn Säuglinge nachts sehr viel Luft verschlucken, kann auch Sodbrennen entstehen. Das Baby wacht dann auf und schreit, weil es seine Beschwerden noch nicht anders äußern kann. Eltern sollten daher versuchen, ihr Kind in aufrechter Position zu tragen, bis es wieder eingeschlafen ist. Die aufrechte Position verhindert, dass die Magensäure in die Speiseröhre fließt. Medikamente für Sodbrennen bei Kindern, sollten nur im äußersten Notfall und in Rücksprache mit dem Kinderarzt eingenommen werden. Weitere Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen sowie Tipps zum Thema Sodbrennen finden sie auch auf der Webseite des Arzneimittelherstellers Hexal.

Maßnahmen gegen chronische Beschwerden

Normalerweise tritt Sodbrennen bei Kindern gelegentlich auf. Doch die Ernährung umzustellen, ist nicht immer einfach, wenn Oma gerne kocht und die Mahlzeiten immer etwas zu groß ausfallen. Allerdings können auch seelische Probleme der Auslöser für chronisches Sodbrennen sein. In diesem Fall ist ein vertrauensvolles Gespräch, vielleicht auch im Beisein eines Arztes oder Therapeuten, zu empfehlen. Wenn das Kind seine Sorgen los ist, verschwindet das Sodbrennen meist von alleine.

Wenn das Sodbrennen häufiger auftritt, kann auch eine Reflux Krankheit der Grund sein. Hierbei kann der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen, weil der Schließmuskel am Mageneingang zu schwach ist oder sich fälschlicherweise entspannt. Insbesondere ein stiller Reflux kann bei Kindern verheerende Auswirkungen haben und zu Schädigung der Schleimhaut in der Speiseröhre führen. Wenn das Kind unter Asthma, Heiserkeit oder Karies leidet, könnte es sich um einen stillen Reflux handeln. Bemerken Eltern derartige Symptome bei ihren Kindern, sollten sie ihren Verdacht mit einem Kinderarzt sowie eine geeignete Behandlung besprechen.

mzt




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