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17.7.2013   |   Gesundheit

Sport wichtig für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Handicap


Auch Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Handicap sollten sich nach Möglichkeit sportlich betätigen

Sport wichtig für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder HandicapUm Muskelkraft und Koordination zu verbessern, aber auch um das Selbstbewusstsein zu stärken und Kontakte zu knüpfen, sollten Kinder mit chronischen Krankheiten geeignete Sportarten finden, die sie erfolgreich und ohne häufige Frustrationen ausüben können.

„Eltern sollten sich mit ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten, in welcher Weise ihr Kind aktiv werden kann. So dürfen Kinder mit Asthma fast jeden Sport ausüben, wenn sie den Anweisungen des Arztes folgen und ihre Medikamente nach Behandlungsplan einnehmen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ).

Kinder mit einer Epilepsie, die behandelt wird, können unter vielen Sportarten auswählen. Falls ein Restrisiko für Anfälle besteht, sollten sie auf Klettern bzw. Turnen an Seilen oder am Barren, Schwimmen und Sportarten in offenen Gewässern (zumindest alleine) oder Fahrradfahren verzichten.

Bei herzkranken Kindern sollte ein Kinderkardiologe die Belastungsgrenze definieren, die der kleine Patient nicht überschreiten sollte. In einigen deutschen Städten gibt es sogar Kindersportgruppen für herzkranke Kinder.
Leiden Kinder unter Skoliose oder rheumatischen Erkrankungen, steigert Training unter Anleitung u.a. die Beweglichkeit und hilft Schonhaltungen sowie Muskelverkürzungen vorzubeugen.

Kinder mit Down-Syndrom haben im Vergleich zu gesunden gleichaltrigen Kindern zwar weniger Muskelspannung, aber sie können mit Training ihre Ausdauer und Kraft verbessern sowie ihre Knochengesundheit fördern.

Weltweit und auch in Deutschland organisiert die Sportorganisation Special Olympics Sportveranstaltungen für Kinder und Erwachsene mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Bei diesen Wettkämpfen bietet die Organisation den Teilnehmern eine kostenlose medizinisch Betreuung und Beratung. „Bei allem sollte die Freude an der Bewegung überwiegen – auch wenn ab und zu natürlich etwas Überwindung erforderlich ist“, so Dr. Fegeler.

Laut dem Deutschen Behindertensportverband/der Deutschen Behindertensportjugend sind 54.000 Kinder und Jugendliche mit Behinderung (bis einschließlich zum 21. Lebensjahr) Mitglied in einem Sportverein.

Quellen: Special Olympics, Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR), Deutscher Behindertensportverband/ Deutsche Behindertensportjugend,American Academy of Pediatrics

Quelle:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

 

mzt




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