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02.7.2013   |   Familie & Erziehung

Mitgefühl und Hilfsbereitschaft entwickelt sich mit zunehmendem Alter

Neunjährige zeigen meist mehr Mitgefühl (Empathie) als Sechsjährige. Bei Katastrophen wird dieser Unterschied noch deutlicher. Dann reagieren Sechsjährige verstärkt egoistisch, während Neunjährige dazu tendieren, selbstlos mit anderen zu teilen.

kidsDies konnten chinesische, amerikanische und kanadische Forscher in einer seltenen Forschungsarbeit unter natürlichen Bedingungen feststellen, nämlich während der Beobachtung von Kindern verschiedener Altersgruppen nach dem Auftreten eines Erdbebens in China. Die Experten hatten diese Kinder schon vorher in Bezug auf ihre Fähigkeit zu Mitgefühl und Nächstenliebe untersucht und bezogen dann das Erdbeben und seine Auswirkungen auf diese Fähigkeiten bei den Kindern in ihre Studie mit ein.

Dabei zeigte sich ein deutlicher Unterschied bei den Altersgruppen in Bezug auf Nächstenliebe und Selbstlosigkeit (Altruismus) nach dem Auftreten des Erdbebens. Die Bereitschaft von Sechsjährigen, mit anderen etwas zu teilen, reduzierte sich in der angespannten Lage nach dem Naturereignis um ein Drittel, während bei den Neunjährigen die selbstlose Hilfsbereitschaft (gemessen an der freiwilligen Abgabe von Dingen an andere) um das Dreifache stieg.

Die Wissenschaftler vermuten, dass dies mit der Gehirnentwicklung und der Fähigkeit zusammenhängt, sich in andere hineinzuversetzen und mitzufühlen.

Quelle: MNT

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V. 
www.kinderaerzte-im-netz.de

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