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18.6.2013   |   Computer & Internet

Heimliche Verführer: Kinder vor Onlinewerbung schützen

Durch immer raffiniertere Werbeformen fällt es Kindern gerade im Internet schwer, Werbung zu erkennen. „SCHAU HIN!“ empfiehlt Eltern, bei der Mediennutzung ihrer Kinder auf werbefreie Inhalte zu achten und sie frühzeitig über die unterschiedlichen Werbeformen aufzuklären.

Heimliche Verführer: Kinder vor Onlinewerbung schützen - Quelle: Initiative „SCHAU HIN!“

Heimliche Verführer: Kinder vor Onlinewerbung schützen – Quelle: Initiative „SCHAU HIN!“

Eine aktuelle Studie der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz zeigt, dass Werbung im Internet Kinder überfordert. Kinder unter zehn Jahren können oft noch nicht zwischen redaktionellem Inhalt und Produktwerbung unterscheiden. Deshalb rät „SCHAU HIN!“ dazu, dass Kinder gerade beim Einstieg ins Internet geschützte Surfräume mit werbefreien, kindgerechten Inhalten nutzen. „Gerade bei den ersten Schritten im Netz sollten Kinder nicht durch Werbung abgelenkt werden“, meint Kristin Langer, SCHAU HIN!-Mediencoach.

Aufklären über Hintergründe

Werbung wird oft begleitet von Musik und bunten Bildern, weckt Wünsche und wird immer vielseitiger. Auch für ältere Kinder ist es schwierig, versteckte Werbung zu erkennen. Womöglich verstecken sich hinter bunten Bannern ungeeignete Inhalte, dienen Gewinnspiele der Weitergabe persönlicher Daten oder entpuppen sich Gratis-Angebote als Kostenfallen. Eltern sollten ihre Kinder daher frühzeitig über die verschiedenen Werbeformen wie Gewinnspiele, Banner und Pop-Ups und die dahinter stehenden wirtschaftlichen Absichten aufklären, damit der Nachwuchs Werbung von anderen Medieninhalten zu unterscheiden lernt. „Wichtig ist auch, dass Eltern ihren Kindern erklären, dass sie sensible Daten wie Handynummer, Name oder Anschrift nicht weitergeben dürfen, auch wenn ein spannender Gewinn lockt“, empfiehlt Langer.

Werbung lässt sich zum Teil mit Jugendschutzsoftware filtern. Auch sogenannte Werbeblocker helfen dabei, unerwünschte Inhalte nicht mehr anzuzeigen. Technische Hilfsmittel bieten jedoch keinen alleinigen Schutz vor Werbefallen für Kinder und Jugendliche und ersetzen nicht die aufmerksame Begleitung durch die Eltern.

Die Website www.surfer-haben-rechte.de der Verbraucherzentrale des Bundesverbandes klärt umfassend über die verschiedenen Werbeformen auf und bietet viele Materialien und Tipps zum Thema Werbung.

Weitere Informationen zum Thema bietet die von der Werbewirtschaft unterstützte Website www.mediasmart.de, die Eltern und Kinder über die einzelnen Werbeformate informiert und hilft Werbung besser zu erkennen. Der KinderServer (www.kinderserver-info.de )verhindert, dass Kinder mit Bildern und Inhalten konfrontiert werden, die ihnen Angst bereiten oder sie beeinträchtigen können. Kindgerechte Suchmaschinen, die von Medienpädagogen geprüft wurden, sind „Blinde Kuh“ (www.blinde-kuh.de), „fragFINN“ (www.fragfinn.de), und für ältere Kinder „Helles Köpfchen“ (www.helles-koepfchen.de )und die Gemeinschaftsseite verschiedener Kinderseiten „Seitenstark“ (www.seitenstark.de).

Quelle:
Initiative „SCHAU HIN!“
http://schau-hin.info

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