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05.6.2013   |   Ernährung - Haus & Garten

Magen-Darm-Erkrankungen: Besonderes Augenmerk auf Küchenhygiene legen

Kurz bevor das Essen auf den Tisch kommt, kann es in der heimischen Küche hektisch zugehen. In der Eile wird dann die Tomate noch schnell auf dem Brett geschnitten, auf dem vorher rohes Fleisch zubereitet wurde. Doch gerade bei der Zubereitung von Lebensmitteln in der Küche ist besondere Umsicht geboten.

Besonderes Augenmerk auf Küchenhygiene legen

„Nicht selten sind Magen-Darm-Erkrankungen auf mangelnde Küchenhygiene in den eigenen vier Wänden zurückzuführen.“, weiß Melanie Bauermann, Sachverständige für Lebensmittel der TÜV Rheinland Food Cert Alliance, dem Lebensmittellabornetzwerk von TÜV Rheinland. „Die Bakterien und Keime gelangen über die Lebensmittel in den Körper und können dort zu Erkrankungen führen“.

Durch Kreuzkontamination können Keime von einem Lebensmittel auf andere Lebensmittel übergehen. So gelangen beispielsweise Salmonellen oder E.Coli-Keime von rohem Fleisch auf Salat. Durch den Verzehr des Salates werden die Keime vom Menschen aufgenommen und können zu Durchfall oder Magen-Darm-Erkrankungen führen.

Die Kreuzkontamination erfolgt oftmals über unsaubere Hände, Arbeitsflächen, Tücher, Lappen oder Kochgeschirr. „Besonders bei leichtverderblichen Lebensmitteln muss man Vorsicht walten lassen. So können sich auf rohem Fleisch Bakterien und Keime explosionsartig vermehren. Dabei können toxische Stoffe entstehen, die uns Menschen krank machen“, erklärt Melanie Bauermann. „Wenn man allerdings einige Regeln in der Küche beachtet, lässt sich das Risiko einer Erkrankung deutlich senken“.

Für jede Lebensmittelsorte eigenes Kochgeschirr

Generell gilt: Vor und auch während der Zubereitung der Speisen müssen die Hände mit Seife gewaschen und abgetrocknet werden. Zum Abtrocknen sollte ein separates Handtuch und nicht das Geschirrtuch verwendet werden. Des Weiteren sollte auf Schmuck an den Händen verzichtet werden.

Bei der Zubereitung der Lebensmittel muss darauf geachtet werden, dass für jede Lebensmittelsorte ein eigenes Brettchen und Messer verwendet wird. Als Hilfe eignen sich hier farblich unterschiedliche Bretter: rot für Fleisch, grün für Obst und Gemüse und gelb für Milch- und Kohlenhydratprodukte. Des Weiteren sollte man bei den Schneidebrettern darauf achten, dass sich keine Risse und Schneidekanten gebildet haben. In diesen Öffnungen sammeln sich Bakterien und Keime gerne und können sich schnell vermehren.

Heißes Wasser tötet Keime ab

Nach dem Benutzen müssen die Kochutensilien mit heißem Wasser und Seife gereinigt werden. „Viele Keime sterben erst bei Temperaturen zwischen 65°C und 100°C ab. Es reicht nicht nach dem Fleischschneiden das Messer mit einem Lappen abzuwischen. Dabei verwischt man die Keime nur, sie bleiben auf dem Messer. Schneidet man nun den Salat, so werden die Keime auf den Salat übertragen.“, berichtet Bauermann. Daher ist es auch wichtig, die Spülmaschine im Heißprogramm laufen zu lassen. Kurzprogramme erreichen oftmals nicht die nötigen Temperaturen, um Keime abzutöten oder auch um das Fett richtig zu lösen. Sollte keine Spülmaschine vorhanden sein, müssen Schneidebretter und Messer mit heißem Wasser und Seife gereinigt werden.

Ähnliches gilt auch für Lappen und Co. Diese stellen eine Brutstätte für Bakterien dar und müssen daher auch mehrmals wöchentlich mit heißem Wasser gereinigt werden, zum Beispiel indem das heiße Nudelwasser vom Herd über den Lappen gegossen wird. Dies tötet mögliche Bakterien ab. Darüber hinaus sollten Lappen und Geschirrtücher mindestens einmal wöchentlich bei 60° C in die Waschmaschine gegeben werden. „Auch die Arbeitsflächen müssen ordentlich gereinigt und desinfiziert werden.“, führt die Expertin der TÜV Rheinland Food Cert Alliance aus. „Am besten die Arbeitsflächen täglich mit heißem Essigwasser abwischen. Dies beseitigt Bakterien und Keime. Auch den Kühlschrank sollte man in regelmäßigen Abständen mit heißem Essigwasser auswischen, so dass die Lebensmittel in einem sauberen Umfeld gelagert werden können. Das gilt auch für Waschbecken, Siphon und Abtropfbereich“.

Und auch nach dem Zubereiten der Speisen gibt es einen wichtigen Hinweis zu beachten: Sind vom Essen noch Speisereste übrig sind, sollten diese nicht außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Die Temperaturen im Kühlschrank hemmen das Wachstum der Keime, so dass das Essen noch am nächsten Tag gut erhitzt gegessen werden kann.

Quelle:
TÜV Rheinland
www.tuv.com

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