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05.6.2013   |   Gesundheit

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an chronischen Schmerzen – aber ihnen kann geholfen werden!


Deutsches Kinderschmerzzentrum aktiv beim „Aktionstag gegen den Schmerz“

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter chronischen Kopf-, Bauch- oder Muskel- und Gelenkschmerzen. Viele von ihnen gehen nicht mehr zur Schule, ziehen sich zurück und werden depressiv. Aber ihnen kann geholfen werden. Wie, das zeigen Rückmeldungen ehemaliger Patienten des Deutschen Kinderschmerzzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik – Universität Witten/Herdecke, die anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen den Schmerz online gestellt werden.

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an chronischen Schmerzen – aber ihnen kann geholfen werden!

Über 60 Patientengeschichten hat das Deutsche Kinderschmerzzentrum zur Veröffentlichung am Aktionstag gesammelt. Ehemalige Patienten, die im Deutschen Kinderschmerzzentrum auf der Kinderschmerzstation „Leuchtturm“ behandelt wurden, haben ihre Geschichte aufgeschrieben, um sie mit anderen Kindern und Jugendlichen zu teilen. „Mit den Geschichten möchten wir andere Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen motivieren, etwas gegen ihre Schmerzen zu tun“, erklärt Prof. Zernikow, Chefarzt des Deutschen Kinderschmerzzentrums. Die Geschichten werden am 4. Juni 2013 auf der Homepage des Deutschen Kinderschmerzzentrums veröffentlicht (www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de).

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. macht am Aktionstag auf die lückenhafte Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen aufmerksam. Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter chronischen Schmerzen. Bleiben diese unbehandelt oder werden sie nicht erfolgreich therapiert, besteht das Risiko, dass die Schmerzen bis ins Erwachsenenalter bestehen. In Deutschland leben derzeit 350.000 Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden chronischen Schmerzen. „Frühzeitige Therapie und damit die Verhinderung einer fortschreitenden Chronifizierung kann nicht nur das persönliche Leid lindern, sondern ist auch eine Voraussetzung für Bildung und Zukunft der Kinder und Jugendlichen, da erst, wenn die Schmerzen im Griff sind, wieder ein regelmäßiger Schulbesuch erfolgen kann“, erklärt Prof. Zernikow. Trotz der Dringlichkeit des Problems chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter und der besonderen Bedeutung frühzeitiger Intervention ist die Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen in Deutschland unzureichend.

Bundesweit finden am Aktionstag in über 260 Praxen und Kliniken Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Der diesjährige Aktionstag ist der zweite seiner Art, im letzten Jahr haben rund 30 Einrichtungen vor Ort mitgemacht, in diesem Jahr sind es über 260 Partner. Die mitwirkenden und unterstützenden Einrichtungen werden auf der Homepage der Deutschen Schmerzgesellschaft aufgeführt.

Weitere Informationen unter: www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

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