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24.5.2013   |   Computer & Internet

Spielekonsolen: Eltern sollen bei neuen Konsolen auf Datenschutz achten

Videospielgeräte wie die Xbox 360 oder die neu vorgestellte Xbox One ermöglichen neben dem Abspielen von Filmen und Musik sowie dem Zugang ins Internet auch die Steuerung per Körperbewegung über das Kamerasystem „Kinect“. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, empfiehlt Eltern, bei den Geräten auf Datenschutz und Sicherheitseinstellungen zu achten.

Spielekonsolen: Eltern sollen bei neuen Konsolen auf Datenschutz achten - Bild: Quelle „SCHAU HIN!“

Die „Kinect“ nutzt einen Bewegungssensor, der die Körperbewegungen der Spieler per Kamera erfasst, diese beim Spielen in Steuerbefehle umwandelt und über eine digitale Spielfigur auf dem Bildschirm abbildet. Das System merkt sich aber auch die Gesichter der Menschen, die vor dem Sensor stehen und sogar deren Ausdruck beim Spielen. Dies erhöht die Interaktivität, kann aber zu Datenschutzproblemen führen, wenn das Spielverhalten noch besser zu beobachten und für Marketingzwecke zu nutzen ist. Geräte- und Spielehersteller erfahren umso mehr über ihre Kunden, wenn sie bei der Anmeldung auf ihren Online-Communitys persönliche Daten preisgeben, über eingebaute Chats verständigen, in Echtzeit zusammen spielen oder ihre Spielstände teilen.

Datenspuren vermeiden

„Smarte Spielgeräte erfordern neue Regeln in der Mediennutzung. Eltern sollten sich mit den umfangreichen Funktionen von Geräten vertraut machen, mit ihrem Kind die Konsole ausprobieren und es dafür sensibilisieren, dass sie bei jeder Aktion auch Datenspuren hinterlassen, die Hersteller auslesen, um ihr Angebot daran anzupassen. Bei Kindern sind strikte Datenschutzeinstellungen für ungetrübten Spielspaß absolut empfehlenswert“, betont Kristin Langer, Mediencoach bei „SCHAU HIN!“. Zudem sollten Kinder nie ihre persönlichen Daten angeben oder mit anderen teilen. Dazu gehören unbedingt auch Bilder und Videos, die mit der Konsolenkamera aufgenommen wurden. Neben einem sensiblen Umgang mit den eigenen Daten ist gerade bei Spielanfängern zu empfehlen, den Internetzugang bei den Konsolen zu begrenzen und auf eine Anmeldung bei den Online-Portalen der Hersteller zu verzichten. Zudem gilt es, bei der Auswahl kindgerechter Spiele darauf zu achten, dass sie dem Alter und der persönlichen Reife entsprechen. Als erste Orientierung für Eltern dienen die Einstufungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die Alterskennzeichnungen „Pan-European Game Information“ (PEGI).

Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen bei den wichtigsten Gerätetypen

Bei den Sony-Konsolen PlayStation3 (PS3) und PlayStation Portable (PSP) lassen sich über das Menü der Spielkonsole Sicherungsstufen auf Basis der PEGI-Kennzeichnung festlegen und mit einem Passwort absichern. Auch die Microsoft-Konsole Xbox 360 bietet Jugendschutzeinstellungen: Eltern können hier ein Kinderkonto anlegen, Inhalte einschränken und auch den Upload von Fotos und Videos blockieren, die mit der „Kinect“ aufgenommen wurden. Ebenfalls erkennt das Gerät, mit welcher USK-Altersfreigabe ein Spiel versehen ist, und gleicht sie mit der festgelegten Altersgrenze ab. Neben den Alterseinstufungen bietet der Menüpunkt „Jugendschutz“ noch einen „Familien-Timer“, mit dem Eltern die Spielzeit ihrer Kinder festlegen. Bei den Nintendo-Konsole Wii und Wii U können Eltern in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt „Altersbeschränkungen“ per Passwort den Zugriff auf Spiele beschränken, die laut USK für die Altersgruppe ihres Kindes freigegeben sind sowie die Online-Funktion teilweise oder ganz sperren. Auch bei der tragbaren Konsole Nintendo DS können Eltern in den „Altersbeschränkungen“ die Nutzung oder den Kauf von Software mit ungeeigneten Inhalten, die Online-Interaktion in Spielen, die Nutzung des Internetbrowsers, das interne Chatprogramm „Miiverse“ sowie das Ansehen von Videos regulieren.

„SCHAU HIN!“, der Medienratgeber für Familien, bietet auf der Website weitere Informationen zum Umgang mit (Online-)Games, darunter zehn goldene Regeln, einen Spiele-Check und einen Initiativen-Atlas mit Links zu Beratungsstellen.

Weitere Informationen zum Jugendschutz bei Konsolen erhalten Eltern auch bei Portalen wie spielbar.de, spieleratgeber-nrw.de, klicksafe.de oder bei den Herstellern selbst, z.B. unter www.ps-playsafeonline.com/de, www.xbox.com/Live/Family oder www.nintendo.de/Kundenservice/Eltern.

Quelle „SCHAU HIN!“ – http://schau-hin.info

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