Niedersachsen: Behörden melden erste Rückrufe im aktuellen Pferdefleischgeschehen

Möglicherweise falsch deklariertes Rindfleisch aus den Niederlanden: Aktueller Sachstand – Rückrufe eingeleitet

HANNOVER. Am Freitag haben die Lebensmittelkontrolleure damit begonnen, die zwölf niedersächsischen Betriebe zu kontrollieren, die möglicherweise Lieferungen von Rindfleisch mit beigemengten, nicht deklarierten Anteilen von Pferdefleisch von einem Betrieb in den Niederlanden erhalten haben.

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Die bisherigen behördlichen Ermittlungen haben ergeben, dass es sich bei den belieferten Betrieben um Zerlegungs- und Verarbeitungsbetriebe sowie Handelsunternehmen handelt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten in keinem der betroffenen Betriebe Restbestände der aus den Niederlanden gelieferten Ware gefunden werden.

Bei den meisten der aus den Lieferungen gefertigten Produkte haben die Ermittlungen ergeben, dass sie sich nicht mehr im Verkehr befinden, bzw. das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zwischenzeitlich abgelaufen ist. Ein Abgleich der Erkenntnisse hat außerdem ergeben, dass ein Teil der betroffenen Produkte bereits in das Pferdefleisch-Geschehen im Februar/März involviert war und bereits aus dem Verkehr genommen worden ist.

Für hergestellte Produkte, deren MHD noch nicht abgelaufen ist, wurde umgehend der Rückruf eingeleitet. Parallel wurden im Rahmen von Eigenkontrollen Proben genommen. Mit Ergebnissen ist in der kommenden Woche zu rechnen. Betroffen sind nach derzeitigem Kenntnisstand Corned Beef in Dosen sowie Suppen und Soßen. Da die Ermittlungen hierzu derzeit noch laufen, ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, Produkte zu benennen. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird das ML entsprechend informieren.

Auch mögliche weitere Vertriebswege der direkt aus den Niederlanden belieferten Betriebe in Niedersachsen sind noch nicht abschließend ermittelt worden, ihnen wird im weiteren Verlauf nachgegangen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind etwa 40 weitere Betriebe beliefert worden, davon sitzt ein Betrieb in NRW und einer in den Niederlanden.

Das Verbraucherschutzministerium macht darauf aufmerksam, dass es auf der Grundlage der Auskünfte der niederländischen Behörden nach derzeitigem Kenntnisstand keine Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung gibt. „Bei der möglichen Vermischung von Pferde- mit Rindfleisch ohne entsprechende Kennzeichnung handelt es sich um eine nicht akzeptable Falschdeklaration und erhebliche Täuschung der Verbraucher aus Profitinteressen“, so Minister Meyer.

Quelle: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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