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27.3.2013   |   Gesundheit

Kindergesundheit: Knie- und Leistenschmerzen bei Jugendlichen können auf Hüftkopfabrutsch beruhen

Klagen Jugendliche, insbesondere nach Belastung, über Ziehen in der Leiste oder Schmerzen am vorderen Oberschenkel und/oder am Knie (vorwiegend Innenseite) und ist die Beweglichkeit dieses Beines in der Hüfte eingeschränkt, sollten Eltern diese Beschwerden unverzüglich bei ihrem Kinder- und Jugendarzt abklären lassen.

pediatrician„Dies sind Anzeichen für einen langsamen Hüftkopfabrutsch, der unbehandelt die Hüfte schädigen kann. Typisch dafür ist auch, wenn der Teenager beim Stehen nur das gesunde Bein belastet und das andere Bein leicht nach außen dreht. Ein schneller Abrutsch tritt demgegenüber plötzlich ohne Verletzung oder Sturz ein und ist mit erheblichen Schmerzen verbunden. Meist kann der Heranwachsende dann nicht mehr gehen. Im Liegen hält er das betroffene Bein gebeugt und nach außen hin rotiert. Dann muss sofort eine operative Korrektur erfolgen“, beschreibt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, langjähriger Klinikchef und Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Symptome eines Hüftkopfabrutsches, auch Epiphysiolysis capitis femoris oder juvenile Hüftkopfablösung genannt. Eine Instabilität der Wachstumsfuge zwischen Hüftkopf und Schenkelhals führt dabei zu einem Abrutschen des Hüftkopfes.

Diese Hüfterkrankung tritt häufig bei übergewichtigen sowie schnell wachsenden männlichen Teenagern oder auch bei sportlich sehr aktiven Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren auf. Ulmer Wissenschaftler sprechen davon, dass etwa 3% der dicken Kinder – überwiegend fettleibige Teenager – auf dem Röntgenbild erste Anzeichen einer juvenilen Hüftkopfablösung aufweisen. „Die Ursachen dafür sind nicht geklärt. Vermutlich stören Geschlechts- und Wachstumshormone die gleichmäßige Entwicklung des stark belasteten Hüftgelenkes und Oberschenkelkopfs“, erklärt Prof. Nentwich.

Quellen: EXTRACTA ortho, MMW Fortschr. Med

(KIN-red)

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

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