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25.3.2013   |   Verbraucher

Ei am what Ei am – oder: Woher kommt das bunte Ei?


Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein kritisiert Kennzeichnungslücken bei losen gefärbten und gekochten Eiern.

Gekochte und gefärbte Eier, die lose, d. h. ohne Verpackung, verkauft werden, sind von vielen Kennzeichnungspflichten ausgenommen. Das kritisiert die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Woher das gekochte Ei stammt, wie die Hühner gehalten oder welche Farbstoffe zum Färben verwendet wurden – diese Angaben müssen bei gefärbten Eiern, die lose verkauft werden, nicht gemacht werden.

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Fast könnte man an den eierlegenden Osterhasen glauben, wenn im Supermarkt Paletten mit bunt gefärbten, bereits gekochten Eiern stehen, bei denen weder Herkunft noch Haltungsform für die Verbraucher erkennbar sind. Leider scheint diese völlig intransparente Angebotsform zu Ostern zuzunehmen. Vor dem Hintergrund des letzten Eierskandals erscheint diese Praxis geradezu grotesk.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Eier weite Transportwege hinter sich haben und wohlmöglich aus verbotener Käfighaltung, höchstens aber Kleingruppenhaltung stammen, ist nach unserer Einschätzung groß. Wer Wert auf regionale Herkunft, Freilandhaltung oder ökologische Haltung legt, sollte von gefärbten Eiern, die lose verkauft werden, besser Abstand nehmen.

Auch Allergiker, die wissen möchten, mit welchen Farbstoffen die Eier gefärbt wurden, sind wegen der fehlenden Informationen mit den bunten losen Eiern schlecht bedient.

Sogar ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist derzeit für diese lose Ware keine Pflicht. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass die bunten Eier für Ostern bereits vor Monaten gelegt sind. Damit die Schale beim Kochen im großen Stil nicht kaputt geht, werden die Eier erst mehrere Wochen nach dem Legen gekocht und gefärbt. Nach dem farbigen Anstrich gilt noch ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 36 Tagen – bei loser Ware sucht man es aber meist vergebens.

Bunte, gekochte Eier im Karton oder in einer Plastikverpackung sind besser gekennzeichnet: Hier müssen auf der Verpackung Mindesthaltbarkeitsdatum, Verkehrsbezeichnung, Stückzahl oder Gewichtsangabe und Zutatenverzeichnis angegeben sein. Auch die verwendeten Farbstoffe sind auf der Verpackung der bunten Eier aufgelistet.

Hart gekochte, gefärbte Eier aus industrieller Herstellung sind mit einem Schutzlack behandelt, der das Eindringen von Keimen verhindert. Daher sind diese Eier mehrere Wochen lang bei Raumtemperatur haltbar. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollten Verbraucher beim Kauf darauf achten, dass die Eier unbeschädigt sind und diese zu Hause vorsorglich im Kühlschrank aufbewahren.

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

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