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05.3.2013   |   Verbraucher

ZDF-Magazin „Frontal 21“: Neue Vorwürfe gegen Bio-Legehennen-Betriebe


Das ZDF-Magazin berichtet darüber in seiner Ausgabe am Dienstag, 5. März 2013, 21.00 Uhr

Ministerium prüft Verstöße gegen Auslaufbestimmungen

Das Verbraucherschutzministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat bei drei Bio-Legehennenhaltungen Verstöße gegen Auslaufbestimmungen festgestellt. Die Betriebe hätten den Hühnern weniger Auslauf gewährt als gesetzlich vorgeschrieben, teilte das Ministerium auf Anfrage der ZDF-Redaktion „Frontal 21“ mit. Die Vermarktung der Eier als Bioware wäre somit illegal. Das Ministerium will die Stellungnahmen der betroffenen Betriebe abwarten, bevor es Sanktionen verhängt. 

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Das ZDF-Magazin berichtet darüber in seiner Ausgabe am
Dienstag, 5. März 2013, 21.00 Uhr

Nach Hinweisen eines Bürgers Ende vergangenen Jahres hat das Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 16 unangekündigte Kontrollen durchgeführt. Welche Betriebe in Verdacht geraten sind, will das Ministerium aus Datenschutzgründen nicht mitteilen.

Nach dem jüngsten Eier-Skandal kritisieren Experten grundsätzlich die Bio-Massenproduktion. Gerold Rahmann, Direktor des Bundesforschungsinstituts für den ökologischen Landbau, fordert ein Umdenken in der Biobranche. Im Interview mit „Frontal 21“ warnt er vor einer Konventionalisierung im Ökolandbau: „Wir müssen leider sagen, dass sich die Strukturen entwickelt haben, wie wir sie nicht haben wollen.“ Er spricht sich stattdessen für eine Stärkung der bäuerlichen Betriebe aus. Für die Bio-Legehennenhaltung fordert er eine maximale Betriebsgröße von 3000 Tieren in 500er-Einheiten. Bislang sind Massenställe von bis zu 15 000 Tieren in 3000er-Einheiten üblich.

Steffen Reese, Geschäftsführer des größten ökologischen Anbauverbandes „Naturland“, kündigt Konsequenzen aus den jüngsten Skandalen an. Biologische Landwirtschaft müsse ihre Versprechen von Transparenz und Glaubwürdigkeit einhalten. „Wir sind im Geflügelbereich in einer Größenordnung angelangt, wo man feststellen muss: Das ist möglicherweise zu groß, und wir müssen an dieser Stelle die Größenordnung einschränken.“ Diese Forderung könnte Deutschlands größten Bio-Ei-Vermarkter – die „Wiesengold Landei GmbH“ – treffen. Die Firma ist Mitglied im Naturland-Verband und zuletzt in die Kritik geraten.

„Frontal 21“ berichtet über die strukturellen Fehler im System Massen-Bio. – http://twitter.com/ZDF

Quelle:  ZDF-Redaktion „Frontal 21“

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