CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

27.2.2013   |   Verbraucherinformationen

Was für ein Rind: 69% Pferdefleisch in Rindfleischkonserve gefunden


Dank guter Vernetzung rasches Handeln durch Lebensmittelkontrolleure des Rhein-Sieg-Kreises

Rhein-Sieg-Kreis (dk) – „Das ist schon ein starkes Stück“, äußert Dr. Johannes Westarp, Leiter der Abteilung Verbraucherschutz beim Kreisveterinäramt, angesichts des Untersuchungsbefunds zu einer Rindfleischkonserve. „In dieser Dose sind mehr als zwei Drittel Pferdefleisch enthalten.“

Die Konserve stammt aus Lettland, wurde aber von einem Importeur, der im Rhein-Sieg-Kreis ansässig ist, europaweit vertrieben.

Rindfleischkonserve - Bild: Rhein-Sieg-Kreis

Am 25. Februar 2013 wurde das Kreisveterinäramt von der Stadt Freiburg darüber informiert, dass dort bei einer in einem Lebensmittelgeschäft entnommenen Probe Pferdfleisch festgestellt worden war. Es handelte sich laut Etikett um „Rindfleisch gepökelt im Eigensaft“. Laut Kennzeichnung sollten in der Dose 97,5 % Rindfleisch enthalten sein, tatsächlich waren es aber nur 25%. Dafür hatte der Herstellerbetrieb aus Lettland 69% Pferdefleisch untergemischt. Anhand der Lieferscheine konnte in Freiburg ermittelt werden, dass der Importeur der Konserven im Rhein-Sieg-Kreis ansässig ist.

Rindfleischkonserve - Bild: Rhein-Sieg-KreisDer Betrieb in Troisdorf, der vor allem Einzelhandelsgeschäfte, die osteuropäische Lebensmittel verkaufen, beliefert, wurde unverzüglich von zwei Lebensmittelkontrolleuren des Rhein-Sieg-Kreises aufgesucht. Sie fanden noch eine Palette (36 Kartons mit je 24 Dosen a 525g) Rindfleischkonserven vor, die von der Lebensmittelüberwachung sichergestellt wurde. Außerdem haben die Kontrolleure weitere Proben, auch von anderen Fleischkonserven entnommen, die per Kurier zur Untersuchung zum CVUA-RRW (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper) gebracht wurden. Ergebnisse sind in ca. einer Woche zu erwarten.

Bei dem Importeur wurden über die Lieferscheine die Kunden ermittelt, die mit den beanstandeten Konserven beliefert wurden. Da auch Lebensmittelgeschäfte in anderen EU-Ländern betroffen waren, wurde eine EU-Schnellwarnung herausgegeben. Seit Beginn der schwerpunktmäßigen Untersuchung von Lebensmitteln auf Pferd-spezifische DNA-Sequenzen sind im CVUA-RRW, welches die Proben für die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf untersucht, ca. 250 Proben zur Untersuchung auf Pferdefleisch eingegangen. Bei ca. der Hälfte dieser Proben ist die Untersuchung zwischenzeitlich abgeschlossen. Bei 20 Proben konnte Pferdefleisch, das nicht gekennzeichnet war, nachgewiesen werden.

„Die Lebensmittelkontrolleure werden auch weiterhin in den Lebensmittelgeschäften Proben entnehmen, um das Ausmaß des Etikettenschwindels erfassen zu können“, so Dr. Johannes Westarp.

Kunden, die solche Konserven gekauft und noch vorrätig halten, können diese an den Verkäufer zurückgeben.

Bilder: Rhein-Sieg-Kreis




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse