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20.2.2013   |   Schwangerschaft & Baby

Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch als „Babyfreundliche Geburtsklinik“ ausgezeichnet

Das Klinikum Obergöltzschin Rodewisch erhielt am 14. Februar 2013 das Qualitätssiegel „Babyfreundliche Geburtsklinik“.


Zertifikatslogo_Babyfreundliche_Geburtsklinik_rgbKliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die B.E.St.
®-Kriterien, die auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen. „B.E.St.® steht für `Bindung´, `Entwicklung´ und `Stillen´. Diese Kriterien sind wissenschaftlich fundiert und ermöglichen die effektive Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, der kindlichen Entwicklung und des Stillens“, betonteGisela Meese, Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“, bei der Übergabe des Auszeichnungs-Zertifikats in feierlichem Rahmen. So habe der Haut-zu-Haut-Kontakt ab der Geburt einen nachweislich positiven Effekt auf das Entstehen der primären Bindung. „Das Stillen gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit am vertrauten Körper der Mutter, es programmiert die Organfunktionen und den Immunschutz des Säuglings. B.E.St.®stärkt das Kind in seinen angeborenen Fähigkeiten und fördert seine gesunde Entwicklung“. Deshalb entschieden sich immer mehr werdende Eltern für „Babyfreundlich“, unterstrich Meese. Das Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch gehört jetzt bundesweit zu den 73 Babyfreundlichen Geburtskliniken mit dem internationalen Qualitätssiegel.

 

Landrat Dr. Tassilo Lenk:
„WHO/UNICEF-Zertifikat festigt guten Ruf unseres Klinikums über Landkreisgrenzen hinaus“

„Dieses Zertifikat wird erstmalig im Vogtland und zum vierten Mal in Sachsen übergeben. Es bestätigt dem Mutter-Kind-Zentrum unseres Kreis-Klinikums höchste Qualität“, unterstrich der Landrat in seinem Grußwort. Das gesamte Team habe die vorgeschriebenen Leistungen in ein ganzheitliches und gelebtes Betreuungskonzept umgewandelt. „In Zeiten des demografischen Wandels ist dies auch ein Bekenntnis für Nachwuchs und Familienfreundlichkeit. Das Zertifikat festigt zudem den guten Ruf unseres Klinikums über die Landkreisgrenzen hinaus“, betonte Dr. Lenk.

 

Stolz auf Auszeichnung
Chefarzt: „Unser Team ist vorbildlich geschult“

Landrat Dr. Lenk: „Wir haben rechtzeitig Rahmenbedingungen geschaffen, um den optimalen Start der neuen Familie zu garantieren“

„Auf diese internationale Auszeichnung, mit der die besonderen Leistungen unserer babyfreundlichen Geburtshilfe bei der Betreuung von Mutter und Kind gewürdigt werden, sind wir sehr stolz“, betonte der Chefarzt der Frauenklinik,Dr. med. Wolfgang Hessel. Die Klinik verwirkliche die Anforderungen der „B.-E.St.-Kriterien für ein Babyfreundliche Geburtsklinik“ in der täglichen Arbeit. „Besonderen Wert legen wir auf die Umsetzung der Stillrichtlinien“. Auf den Fluren und in den Patientenzimmern lägen sie in verkürzter Form aus, so werde den Müttern und Besuchern das Stillförderungskonzept des Hauses klar vermittelt.

Das Team der Station werde zudem ständig geschult, regelmäßig fänden Fortbildungen statt, an denen alle Mitarbeiter teilnähmen. „Das Team der Geburtshilfe ist vorbildlich qualifiziert und verfügt über hervorragendes theoretisches und praktisches Wissen im Stillmanagement“, so der Chefarzt stolz. Dies zeige, wie hilfreich die konsequente und kompetente Unterstützung der Klinikleitung für die wirkungsvolle Umsetzung des Bindungs- und Stillförderungskonzeptes sei.

 

Müttern korrektes Anlegen gezeigt / umfassende Betreuung auch nach Entlassung

Geschäftsführerin Meese: „Bindungsförderung und Stillen stärken das Kind in seinen angeborenen Fähigkeiten und fördern seine gesunde Entwicklung“

„Wir unterstützen unsere Mütter beim Stillen. Das erste Anlegen und das Entstehen der Bindung zwischen Mutter und Kind sind sehr wichtig, da sie entscheidende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Stillen sind“. Die Wöchnerinnen würden beim korrekten Positionieren des Neugeborenen gezielt unterstützt und gute Stillerfolge bei den Müttern erzielt. „Außerdem bieten wir den Familien auch nach der Entlassung eine umfassende Betreuung und Unterstützung im Mutter-Kind-Zentrum“, so Dr. Hessel. Auf Stillgruppen und Hilfsangebote in der Region werde hingewiesen. „Die Mütter können sich an die Stillambulanz wenden, sich telefonisch bei der Hotline beraten lassen oder direkt Hilfe im Mutter-Kind-Zentrum in Anspruch zu nehmen. Bei Erkrankungen des Kindes kann dort rund um die Uhr die Kinderstation aufgesucht werden“. Außerdem böten die Hebammen Hausbesuche an. „Unser umfassendes Nachsorgeangebot trägt mit dazu bei, die in der Klinik begonnene Stillförderung nachhaltig zu sichern“, unterstrich Dr. Hessel abschließend.

 

Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“
WHO und UNICEF haben sich zum Ziel gesetzt, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen. Mit der gemeinsamen Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ haben sie ein Betreuungskonzept entwickelt, dem sich weltweit 20.000 Geburtskliniken angeschlossen haben. In Deutschland sind bereits 120 Geburts- und Kinderkliniken Mitglied der Initiative, 70 davon sind als „Babyfreundlich“ anerkannt. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung.

Alle Adressen Babyfreundlicher Krankenhäuser finden Sie hier >>




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