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06.2.2013   |   Publikationen - Schwangerschaft & Baby

Für einen guten Start ins Leben: Gesunder Lebensstil in der Schwangerschaft senkt Übergewichtsrisiko

(aid) – Bereits in der Schwangerschaft werden die Weichen für die Gesundheit des Kindes gestellt. Offenbar hat der Lebensstil der werdenden Mutter großen Einfluss auf das Geburtsgewicht und damit das spätere Übergewichtsrisiko bis zum Erwachsenenalter. So lautet das Fazit einer internationalen Studie.

1605Wissenschaftler der Charité-Universitätsmedizin Berlin hatten 66 Studien aus 26 Ländern mit mehr als 640.000 Probanden ausgewertet. Die Teilnehmer waren bis zu 75 Jahre alt. In den meisten Veröffentlichungen diente der Körpermassenindex (BMI) als Maß zur Beurteilung des Körpergewichts. Der BMI ist das Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße. Bei Kindern und Jugendlichen wird er mit Alter und Geschlecht in Bezug gesetzt. 

Das Resultat: Das individuelle Geburtsgewicht steht mit dem lebenslangen Übergewichtsrisiko in Zusammenhang – unabhängig von Faktoren wie Herkunft, Geschlecht, Gewicht der Eltern und Gewichtszunahme in den ersten Lebensmonaten. Kinder, die bei der Geburt mehr als 4.000 Gramm wogen, hatten im Vergleich zu normalgewichtigen Säuglingen ein doppelt so hohes Risiko für Übergewicht; auch im Erwachsenenalter. Ein geringes Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm sollte aber nicht angestrebt werden, betonen die Wissenschaftler. 

Wenn Neugeborene ein zu hohes Gewicht haben, hat der Fötus im Mutterleib zu viele Nährstoffe erhalten. Übergewicht, Überernährung, Bewegungsmangel und daraus resultierende Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes in der Schwangerschaft begünstigen ein hohes Gewicht bei der Geburt. Weitere Untersuchungen sollen folgen, um den Zusammenhang zwischen dem Verlauf der Schwangerschaft und späterem Übergewicht des Kindes besser verstehen zu können. 

Die optimale Basis für eine gesunde Entwicklung des Ungeborenen ist eine ausgewogene Ernährung der Mutter. Sie sollte reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen, tierische Produkte in Maßen und nur gelegentlich Süßigkeiten und Snacks, raten der aid infodienst in Bonn und das Netzwerk „Gesund ins Leben“. So ist das Baby mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Zum Durstlöschen eignen sich kalorienfreie Getränke wie Trink- und Mineralwasser oder ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees. 

Für zwei essen müssen Schwangere nicht. Denn der Energiebedarf steigt nur geringfügig an und das auch erst ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung ist regelmäßige körperliche Bewegung wie Spazieren gehen, Schwimmen oder Gymnastik. Das tut Mutter und Kind gut und beugt auch einer zu hohen Gewichtszunahme in der Schwangerschaft vor. „Denn das Körpergewicht der Frau vor der Schwangerschaft ist von großer Bedeutung für den Schwangerschaftsverlauf und die kindliche Entwicklung. Frauen sollten daher am besten schon vor der Schwangerschaft Normalgewicht anstreben“, so die Empfehlung des Netzwerks „Gesund ins Leben“.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen: 

Netzwerk „Gesund ins Leben“
www.gesund-ins-leben.de
aid-Heft „Das beste Essen in der Schwangerschaft“
Bestell-Nr. 61-1605, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de 

www.was-wir-essen.de, Spezielle Ernährungsinfos, Schwangere 

Für Fachkräfte: Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben
www.gesundinsleben.de/fuer-fachkraefte/medien-materialien/handlungsempfehlungen/schwangerschaft/

 




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