CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

23.1.2013   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Karpaltunnelsyndrom: Engpass im Handgelenk – Schwangere sind oftmals betroffen

Engpass im Handgelenk: Wenn die Ameisen kommen…

22.01.13 (ams). Nachts werden Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger taub oder fangen an zu kribbeln, als ob Ameisen darüber laufen. So beschreiben Menschen mit einem Karpaltunnelsyndrom (KTS) ihre Beschwerden. Durch Reiben oder Bewegen der Arme lässt sich dieses unangenehme Gefühl zunächst schnell beheben. „Und bei einer frühzeitigen Behandlung kann das Karpaltunnelsyndrom in vielen Fällen auch geheilt werden“, sagt Dr. Astrid Maroß, Fachärztin für Neurologie im AOK-Bundesverband.

Schiene beim Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Arm-Mittelnerv durch dauerhaften Druck geschädigt. Schätzungen gehen davon aus, dass acht bis zehn Prozent der Bevölkerung in unterschiedlichem Ausmaß darunter leiden. Ein Karpaltunnelsyndrom tritt vor allem bei Frauen im mittleren und höheren Alter auf. Männer sind deutlich seltener betroffen.

Verschiedene Ursachen

Der griechische Begriff „karpos“ bedeutet Handwurzel. Der Karpaltunnel wird aus dem Handwurzelknochen und einem darüber gespannten starken Band gebildet. Durch den so geformten Kanal verläuft neben den Sehnen der Fingerbeugemuskeln auch der Arm-Mittelnerv. Dass der Karpaltunnel eingeengt wird und auf den Arm-Mittelnerv Druck entsteht, kann verschiedene Ursachen haben. „Häufig entwickeln Menschen ein Karpaltunnelsyndrom, deren Hand einseitig stark überbeansprucht oder fehlbelastet ist“, so Ärztin Maroß. Das ist zum Beispiel bei stundenlanger Computerarbeit in falscher Position oder bei schweren körperlichen Arbeiten mit den Händen der Fall. Gelegentlich kann auch eine Verletzung, beispielsweise ein Bruch im Bereich des Handgelenks, oder ein sehr schmales Handgelenk für die Erkrankung mitverantwortlich sein.

 

Schwangere sind oftmals betroffen

Oft wird auch eine allgemeine Gewichtszunahme im Vorfeld berichtet. Auch Hormone lassen das Bindegewebe anschwellen und auf den Nerv drücken. „Schwangere sind daher oftmals betroffen. Ebenso Patienten mit Nierenschädigungen, rheumatischen Erkrankungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse und Diabetes“, sagt Ärztin Maroß.

Im fortgeschrittenen Stadium eines KTS können Schmerzen und Taubheitsgefühl auch tagsüber auftreten, sich eine stärkere Nervenschädigung entwickeln und einzelne Muskeln der Hand kraftloser werden. Die Finger fühlen sich geschwollen und steif an. Damit der Arzt die Diagnose stellen kann, braucht er genaue Informationen, in welchem Bereich der Hand es kribbelt und wie sich die Finger beugen lassen. Außerdem wird die elektrische Leitfähigkeit der Nerven mit Hilfe von Elektroden getestet. So kann der Mediziner das KTS von anderen Krankheiten, etwa von Irritationen des Nervs an anderer Stelle oder von einem Bandscheibenvorfall, abgrenzen und feststellen, wie stark der Nerv geschädigt ist.

 

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten

Steht die Diagnose KTS fest gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wenn eine konkrete Ursache feststeht, sollte diese natürlich auch behandelt werden. Bei leichten bis mittelschweren Beschwerden erfolgt eine konservative – also nicht operative Therapie. „Die wichtigste Maßnahme ist, die betroffene Hand zu schonen. So verhindert eine Unterarmschiene, dass das Handgelenk abknickt. Diese Schiene wird auch nachts getragen, um den Druck auf den Nerv zu verringern“, so Maroß. Durch diese konsequente Schonung bessert sich in vielen Fällen das Leiden bereits deutlich.

Manchmal werden unterstützend oder auch alternativ Schmerzmittel zur Linderung verabreicht sowie Kortison als Spritze oder in Tablettenform, um Entzündungen zu hemmen. Bringt die konservative Behandlung nach einigen Wochen keine deutliche Besserung und sind die Beschwerden und elektrophysiologischen Befunde entsprechend noch deutlich ausgeprägt, kommt auch eine Operation infrage – in der Regel ambulant und mit lokaler Betäubung. Bei der OP wird das Bindegewebsband gespalten, um so den Druck auf den Nerv zu verringern.

Übrigens: Wer einem KTS vorbeugen möchte, sollte eine zu starke Beugung der Handgelenke vermeiden und bei ständig wiederkehrenden Bewegungen das Handgelenk durch Pausen entlasten.

Quelle: AOK-Bundesverband 
Internet: http://www.aok-bv.de




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse