CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

16.1.2013   |   Gesundheit - Schwangerschaft & Baby

Darmverschluss: Heftige Bauchschmerzen und angezogene Knie sind Warnzeichen

Bauchschmerzen treten im Säuglings- und Kleinkindalter relativ häufig auf. Meist sind die Magen-Darm-Beschwerden harmlos.

baby20Wenn aber vor allem Säuglinge und Kleinkinder kolikartige Bauchschmerzen verbunden mit heftigem Schreien oder Wimmern entwickeln, die Beinchen anziehen und typischerweise zwischen den Kolikattacken Phasen der Ruhe zeigen und dabei den Körperkontakt suchen, kann sich hinter diesen Zeichen u.a. ein Darmverschluss verbergen.

„Zwischen den Schmerzattacken können bei einem Darmverschluss ca. 15-minütige beschwerdefreie Episoden verstreichen. Meist nehmen die Schmerzen im Verlauf der Zeit zu. Das Kind erbricht sich, sein Bauch wirkt gebläht, sein Stuhl enthält Schleim und Blut. Alle diese Anzeichen weisen auf eine Darmeinstülpung (Invagination) mit Darmverschluss hin. Dabei schiebt sich ein Darmabschnitt teleskopartig in einen anderen hinein und blockiert somit den Weitertransport von Kot und unterbricht die Blutzufuhr – ein häufiges Problem in der Notfallpraxis bei unter zweijährigen Kindern“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die genauen Ursachen dafür sind nicht bekannt. Häufig geht eine virale Erkrankung des Magen-Darm-Trakts oder der Luftwege voraus (z.B. Rota- oder Adeno-Virus).

Wird eine Invagination rasch behandelt, kann der Darm evtl. mithilfe eines speziellen „Einlaufs“ wieder in seine ursprüngliche Position gelangen. Gelingt dies nicht oder dauert die Darmeinstülpung schon länger an, muss operiert werden. „Nach der Behandlung bleiben Kinder noch so lange in der Kinder- und Jugendklinik zur Beobachtung, bis sie normal essen können und der Darm wieder seine gesunde Beweglichkeit erreicht hat“, beschreibt Dr. Fegeler das Vorgehen. In den meisten Fällen heilt eine therapierte Invagination komplikationslos aus. 

Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder sind jünger als ein Jahr. Eine Darmeinstülpung kann jedoch in jedem Alter auftreten. Jungen haben ein etwa doppelt erhöhtes Risiko im Vergleich zu Mädchen.

BERUFSVERBAND DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE e. V.
www.kinderaerzte-im-netz.de

LESEN SIE AUCH zu diesem Thema
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum gleichen Themenbereich




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen

UV Warnungen und Prognosen

Aktueller UV-Index

Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen

Schädigungen der Haut durch UV Strahlung finden bereits lange vor einem Sonnenbrand statt. Dieser bzw. die Rötungen sind die extreme Schädigung und sichtbare Anzeichen einer Verbrennung durch Strahlung


Sicherer Wasserspaß

Sicherer Wasserspass

Noch Stunden nach einem Badeunfall möglich
Sekundäres Ertrinken bei Kindern

Eltern sollten Kinder nach einem Badeunfall, bei dem ihre Schützlinge möglicherweise Wasser in die Lunge bekommen haben, beobachten

Unterschätzte Gefahr

trampolin

Besser allein aufs Trampolin

Wer Kinder hat, weiß: Ein Trampolin gehört inzwischen zur Spielausrüstung im eigenen Garten . Mit der Zahl der Trampoline ist leider die Zahl der Unfälle gestiegen

Aktuelle Tests…

– Anzeige –
Buch- und Lesetipps
Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse