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08.1.2013   |   Kindersicherheit

Nichts für Kinder: Hochgiftiges Abrin in Schmuck aus Paternosterbohnensamen

Der Paternosterbohnenstrauch wächst u.a. in Teilen von Indien und Afrika. Die Samen seiner Früchte werden als Perlen bei Naturschmuckketten verwendet. Sie sind oval, etwa 5 Millimeter groß, rot glänzend mit harter Schale, die den giftigen Samenkern umschließt.

paternostersamen

Schon eine einzige Erbse kann tödlich sein. Die Samen enthalten das hochgiftige Abrin, ein Toxalbumin, das in seinen toxischen Eigenschaften dem aus Ricinussamen stammenden Ricin ähnelt und auch den Schlangengiften ahnlich wirkt.

Die reifen Samen besitzen eine harte, sehr widerstandsfähige Schale. Beim Tragen als Schmuckkette an Hals oder Handgelenk kann davon ausgegangen werden, dass selbst beim Schwitzen toxische Inhaltsstoffs nicht freigesetzt werden und somit keine Vergiftungsgefahr besteht. Reife Samen, die unzerkaut geschluckt werden, passieren den Magen-Darmtrakt, ohne toxisches Abrin freizugeben und werden wieder ausgeschieden. Daher ist für das Verschlucken reifer, intakter Samen keine Vergiftungsgefahr anzunehmen.

Das Verschlucken unreifer Samen mit weicher (durchlässiger) Schale kann schwere Vergiftungen verursachen. Die in Schmuckketten enthaltenen Paternostererbsen sind zum Auffädeln durchbohrt worden. Wenn an solchen Ketten gekaut oder gelutscht wird, kann auf Grund der Verletzung der harten Schale das in den Samen enthaltene Abrin freigesetzt werden und zu schweren Vergiftungen führen.

Teilweise werden die Samen auch als Füllmaterial für Musikinstrumente oder Ähnlichem (Rasseln) verwendet

Das BfR empfiehlt in einer Stellungnahme dringend, Kinder, und insbesondere Kleinkinder, keinen Schmuck aus Paternosterbohnen tragen zu lassen, da die Kinder an den Bohnen lutschen oder knabbern oder diese verschlucken könnten. Ebenso sollte der Schmuck für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden, um Vergiftungsunfälle zu vermeiden.

Nach wenigen Stunden bis zu zwei Tagen können eine schwere Magenschleimhautentzündung mit Erbrechen, Durchfall und Krämpfen bis hin zu Nieren- sowie Kreislaufversagen bei großem Flüssigkeitsverlust entstehen. Bei Kindern können 75 bis 150 Mikrogramm tödlich sein, bei Kleinkindern ist die tödliche Dosis deutlich geringer. Aus Amerika wurden Todesfälle berichtet, nachdem Kinder ein bis zwei wahrscheinlich unreife Samen gekaut hatten.

Wenn beim beim Reparieren oder Auffädeln von Ketten die Samen durchstochen werden, kann es bei vorhandenen Hautverletzungen zu sehr schmerzhaften Schwellungen mit Allgemeinsymptomen wie Erbrechen und Kaltschweißigkeit kommen.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung – www.bfr.bund.de – wikipedia.de




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