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03.1.2013   |   Rückrufe Lebensmittel

Warnung vor Listerien Käse aus Frankreich: Deutsche Behörden lassen sich Zeit


Verbraucherschutz sieht anders aus…

lebensmittelwarnungNachdem CleanKids bereits am 28.12.2012 die dringende Warnung vor Käseprodukten der französischen Käserei Jussac veröffentlichte, warnen nun fast eine Woche später auch die deutschen Behörden vor dem Käse.

Am 28.12.2012 wurde durch das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) mitgeteilt, dass betroffene Produkte unter anderem auch nach Deutschland geliefert wurden. RASFF-Meldung

Grund für den Rückruf war der Nachweis von Listerien (Listeria monocytogene).

Das lässt Erinnerungen an 2010 aufkommen. Damals wurden Käseprodukte des österreichischen Herstellers Prolactal ebenfalls wegen Listerien zurückgerufen – es gab mehrere Todesfälle. 

foodwatch warf den Behörden damals Versagen bei der Informationspolitik vor. Auch im aktuellen Fall stehen die deutschen Behörden nicht besser da.

Bereits im September 2012 hatte ich in einem längeren Telefonat mit einem Vertreter des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) darauf hingewiesen, wie wichtig Lebensmittelwarnungen der EU-Nachbarländer auch für die deutsche Bevölkerung sind.

Chronologie der Warnungen

Am 28.12.2012 erging durch das Unternehmen eine Öffentlichkeitswarnung. Die Warnung wurde über CleanKids um 18.21 Uhr mit dem Hinweis veröffentlicht, dass der Käse möglicherweise auch nach Deutschland geliefert wurde.

Über das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) wurde mitgeteilt, dass einige betroffene Produkte unter anderem auch nach Deutschland geliefert wurden. RASFF-Meldung

Und wieder informieren Behörden erst Tage später und vernachlässigen die Fürsorgepflicht für die Gesundheit der Bevölkerung in fahrlässiger Weise 

Am 29.12.12 erfolgt Warnung für Österreich von der AGES im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (LINK)

Am 29.12.12 erfolgt die öffentliche Warnung der niederländischen Behörden (LINK)

Am 31.12.2012 warnt das Gesundheitsministerium in Luxemburg vor  Listerien im Jussac-Käse (LINK) und die NZZ (Neue Züricher Zeitung) veröffentlicht eine Verbraucherwarnung für die Schweiz (LINK)

Am 02.01.2013 erfolgt eine erste Meldung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (LINK) wonach der betroffene Käse auf im Ländle verkauft wurde.

Am 03.01.2013 erfolgt dann die längst überfällige Meldung über das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf www.lebensmittelwarnung.de 

 

Betroffene Produkte:

BRIQUE VACHE : Brique de Jussac, Brique du Forez, Brique d’Auvergne
BRIQUE BREBIS : Brique de Jussac, Brique du Forez, Brique d’Auvergne, Brique de la Besse
BRIQUE CHEVRE : Brique de Jussac, Brique du Forez, Brique d’Auvergne
BRIQUE DE PAYS mélange chèvre et vache
BRIQUE VACHE ALLÉGÉE
MINI BRIQUE PANACHÉE et MINI BRIQUES D’ARGENTAL
BUCHE ET BUCHETTE BLEUES / BLEU DE BREBIS
GERBIZON LAIT DE VACHE
PTIT MIAUNE LAIT DE BREBIS
SAINT FELICIEN
ROGERET LAIT DE VACHE
TOMME / TOMETTE / CAMEMBERT LAIT DE VACHE

Zulassungsnummer: FR 43.162.002 CE
Betroffene Verbrauchsdaten: 28/12/12 bis 19/02/13

Wenn sie wissen, ob und wo das Produkt in Deutschland im Handel war, informieren Sie uns bitte: recall@cleankids.de

Schweiz: Der Käse wurde in Migrosfilialen der Regionen Genf, Waadt, Neuenburg-Freiburg und Wallis verkauft.

Frankreich: Der Käse wurde über Filialen von AUCHAN, CARREFOUR, CORA, INTERMARCHE, LECLERC,  METRO, MATCH, SYSTEME U und diverse Einzelhändler verkauft.

 

Rückruf im Original >>

Verbraucherinnen und Verbraucher, die eines oder mehrere dieser Produkte erworben haben, sollten aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes unbedingt auf den Konsum dieser Produkte verzichten.

Weitere Informationen zu Listerien 
Listerien können neben Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach dem Verzehr betroffener Lebensmittel auch nach längerer Inkubationszeit (z.T. über 3 Wochen) Symptome ähnlich eines grippalen Infekts auslösen. Hierbei ist insbes. die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten gefährdet. Sollten oben genannte Symptome auftreten, gehen Sie umgehend zu Ihrem Hausarzt und informieren ihn.




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

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