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15.12.2012   |   Gesundheit

Studie: Erwachsene putzen sich die Zähne auf dem Niveau von Grundschulkindern

Zähneputzen – aber richtig!

(dgk) „Putz dir immer schön die Zähne!“, hat mir meine Mutter früher gesagt. Und so versuchte ich als Kind brav, meine kleinen Beißer mit ewigen Kreisbewegungen zu säubern, weil’s so am einfachsten war, und das tun offenbar viele Erwachsene auch heute noch, obwohl dies die falsche Putztechnik ist. Eine aktuelle Umfragestudie der Universität Witten/Herdecke zeigt, dass die Deutschen beim täglichen Zähneputzen ein mangelndes Know-how an den Tag legen.

Deutsche putzen die Zähne falsch

Die Studie ergab, dass 57 Prozent der erwachsenen Befragten zwischen 14 und 69 Jahren ihre Zähne immer noch in kreisenden Bewegungen putzen, was laut Prof. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke jedoch die falsche Technik ist: „Eine kreisende Bewegung der Zahnbürste kann das Zahnfleisch verletzen sowie Zahnbelag und Bakterien unter den Zahnfleischrand schieben, wo Entzündungen entstehen können,“ sagt er. Die richtige Technik bestehe in „fegenden und rüttelnden Bewegungen, die das Zahnfleisch schonen und bakteriellen Zahnbelag optimal entfernen“.

Doch warum putzen so viele Menschen falsch? Offenbar ist das, was man in jungen Jahren von den Eltern oder im Kindergarten gelernt hat, später nicht so leicht wieder abzulegen. Für Kinder bis zum Grundschulalter seien kreisende Bewegungen durchaus auch die richtige, weil einfache Technik, für Erwachsene jedoch nicht, so die Studienautoren. Der Zahnarzt könne die individuell beste Putztechnik empfehlen.

Ein weiteres Manko, das die Umfrage zutage förderte, ist, dass sich vor allem Jüngere beim Zähneputzen nicht genügend konzentrieren. Während sich die Befragten über 50 Jahre beim Zähneputzen mehrheitlich (78 Prozent) nur auf diese Tätigkeit konzentrieren, lenken sich besonders die 14- bis 29-Jährigen häufig ab, indem sie beispielsweise durch die Wohnung laufen oder an bevorstehende Termine, Erledigungen oder die Arbeit denken. Zudem ist die Dauer des Putzens im Bundesdurchschnitt zu gering: Lediglich 40 Prozent aller Befragten nehmen sich fürs Zähneputzen drei Minuten oder länger Zeit. Vernachlässigt werden auch sinnvolle zusätzliche Hygienehilfsmittel: So nutzt nur eine Minderheit (11 Prozent) Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich.

Das sauberste Putzergebnis freilich erzielt eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt, die indes laut Umfrage vielen Deutschen (44 Prozent) schlichtweg zu teuer ist.

Wie wichtig aber das gründliche Reinigen der Zähne ist, zeigt die Tatsache, dass die Zahngesundheit auch Auswirkungen auf den gesamten Körper hat. Mangelnde Mundhygiene kann zum Beispiel Parodontitis zur Folge haben, die mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Atemwegserkrankungen verbunden ist.

Außerdem sind eventuell notwendige Füllungen, Kronen und Zahnersatz oder umfangreiche Eingriffe wie Wurzelbehandlungen weit teurer als eine gute Vorsorge.
Meine Mutter hatte recht: „Putz dir immer schön die Zähne!“ …

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website www.dgk.de unter Gesund­heits­the­men/Zahngesundheit/Mundhygiene:
http://dgk.de/gesundheit/zahngesundheit/mundhygiene-und-zahnpflege.html

 

Quelle:
Deutsche putzen die Zähne falsch
http://www.uni-wh.de/aktuelles/detailansicht/artikel/deutsche-putzen-falsch-die-zaehne-2/

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Foto: Zähneputzen – Bildquelle: Zähneputzen_Benicce_Fotolia.com – Untertitel: Deutsche putzen die Zähne falsch

 




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