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21.11.2012   |   Ernährung

Unechte Zimtsterne und Vanillekipferl – Was ist drin im Fertigteig?


Verbraucherzentrale prüfte Fertigteige

Die Bilder auf den Verpackungen von Backteigen sind verlockend. Sie zeigen Zimtsterne und Vanillekipferl und versprechen hochwertige Zutaten. Die Verbraucherzentrale stellte jedoch bei ihrer Prüfung von acht Plätzchenteigen der Firmen EDEKA, Nestle, LAWA und Tante Fanny fest: Meist künstliches Aroma statt echter Vanille bei den meisten Vanillekipferln und statt originaler Zimtsterne aus Eischnee, Zucker und Mandeln handelt es sich bei den angebotenen Fertigteigen um simple Mürbeteige mit Zimt.

Unechte Zimtsterne und Vanillekipferl - Verbraucherzentrale prüfte Fertigteige

Alle geprüften Backteige enthalten neben Mehl, Fett, Nüssen, Zucker und Backtriebmittel auch zahlreiche Zusatzstoffe wie Feuchthaltemittel, Glukosesirup, Emulgatoren oder Ethylalkohol. „Überflüssig im Privathaushalt. Die traditionell gebackenen Plätzchen gelingen auch ohne solche Hilfsstoffe“, urteilt Brigitte Ahrens von der Verbraucherzentrale. Die Ergebnisse finden sie hier.

An vorderer Position bei den Zutaten der Fertigteige für Zimtsterne steht Mehl, was auf Mürbeteig hindeutet. Bei EDEKA sowie Tante Fanny kommen zwar Hühnereiweißpulver und bei Nestle Vollei zum Einsatz, zu finden sind sie jedoch eher an hinterer Stelle der Zutatenliste. Nur bei der Kennzeichnung der EDEKA Zimt Sterne wird dies deutlich: „Backfertiger Teig für Kekse mit Zimtgeschmack“. Und Nestle benennt sein Produkt gleich „Zimtplätzchen-Teig“.

Klassische Vanillekipferl werden aus einem Mürbeteig mit geriebenen Mandeln hergestellt; je nach Region auch mit anderen Nüssen und mit dem Mark von Vanilleschoten und Vanillinzucker aromatisiert. Bei allen vier Teigen für Vanillekipferl war in der Zutatenliste Aroma oder Vanillearoma aufgeführt, die mutmaßlich synthetisch hergestellt sind. Nur LAWA hat in der Zutatenliste zusätzlich „natürliches Vanillearoma“ aufgeführt. Denn wären die Aromen natürlichen Ursprungs, würden sie auch als „natürliches Vanillearoma“ ausgelobt. Denn gemäß den Leitsätzen des deutschen Lebensmittelbuches muss der Vanillegeschmack bei Vanille-Gebäck vollständig aus der Vanilleschote stammen. Nestle und LAWA bilden sogar Vanilleschoten auf der Verpackung ab. Der Verbraucher erwartet bei diesen Produkten echte Vanille. Bei Nestle wird aber wahrscheinlich getäuscht, weil hier im Gegensatz zu LAWA die klare Kennzeichnung „natürlich“ fehlt. Aroma ohne nähere Angabe zum Ursprung genügt nicht, bemängelt die Verbraucherzentrale.

Telefonische Beratung zum Thema gibt es auch am Verbrauchertelefon unter 0900 1 7979-05, montags von 10 bis 16 Uhr (für 1,50 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunkpreise abweichend).

Quelle: Verbraucherzentale Niedersachsen
http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

 




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