Paulinchen warnt mit Großflächenaktion vor Verbrühungsgefahren bei Kindern

Berlin, 25.09.2012: Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. warnt vor Verbrühungsgefahren mit Großflächenplakaten im Stadtgebiet von Berlin. Dr. Bernd Hartmann, Chefarzt des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Unfallkrankenhaus Berlin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin übernimmt die Patenschaft für diese Aktion.

Jedes Jahr werden allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit thermischen Verletzungen ärztlich versorgt. Davon haben ca. 6.000 Kinder so schwere Verbrennungen oder Verbrühungen erlitten, dass sie stationär behandelt werden müssen.

Die Verbrühung mit heißen Flüssigkeiten wie Kaffee, Tee und heißem Wasser ist eine der häufigsten Unfallursachen im Kleinkindalter. „Bereits eine Tasse mit heißem Tee reicht aus, um bis zu 30 % der Körperoberfläche eines Kleinkindes oder Säuglings zu verbrühen“, sagt Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen-Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Heiße Flüssigkeiten schädigen schon ab 52°C die Haut

Dr. Bernd Hartmann, Chefarzt des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Unfallkrankenhaus Berlin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin übernimmt die Patenschaft für die Plakataktion in Berlin.

Verbrühungen im Säuglings- und Kleinkindalter stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau

Es ist sehr wichtig, dass man immer wieder auf die Verbrühungsgefahren hinweist“, konstatiert Dr. Hartmann „Thermische Verletzungen sind sehr schmerzhaft, der Behandlungsprozess ist lang und eine große Belastung für die ganze Familie.“ Im gesamten Stadtgebiet von Berlin wird mit Großflächenplakaten vor der Verbrühungsgefahr gewarnt. Die Firma awk Outdoor Media Sales aus Koblenz stellt Paulinchen e.V. dafür Freiflächen in Berlin zur Verfügung.

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.:
Die Initiative wurde 1993 gegründet, arbeitet bundesweit und ist als gemeinnützig anerkannt. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Mit einem großen Kompetenznetzwerk im Hintergrund bleibt keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen. Ziel ist es, für jedes einzelne brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit jährlichen Seminaren gibt Paulinchen e.V. Hilfestellung in der Rehabilitationszeit und warnt mit Präventionskampagnen vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen, sowie Brandbeschleunigern, Feuer, Strom und Säuren.

http://www.paulinchen.de

 

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